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Fester A2-Blitzer ist aufgebaut

Anlage blitzt aber noch nicht
Sonntag, 22. September 2019

Sachsen-Anhalts erster fest installierter Autobahnblitzer ist fertig aufgebaut - allerdings sind die Anlagen an der Autobahn 2 bei Magdeburg noch nicht in Betrieb. Eigentlich hätten die Blitzer bereits Ende 2017 im Einsatz sein sollen, bis zum Wochenende waren sie es aber immer noch nicht, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. Der Hersteller Jenoptik hat die Anlagen zwar bereits komplett eingerichtet und justiert. Doch es fehlen die schriftlichen Bestätigungen, dass die Blitzer korrekt funktionieren.

Die Blitzer stehen auf der A2 in Richtung Hannover zwischen den Abfahrten Rothensee und Magdeburg-Zentrum sowie in der Gegenrichtung zwischen Bornstedt und Irxleben.

Das Innenministerium hatte den Aufbau der ersten fest installierten Anlagen in der Vergangenheit mehrmals angekündigt - ursprünglichr Termin für die Inbetriebnahme war Ende 2017. Im Juli begann Jenoptik mit dem Aufbau, Probleme mit dem Untergrund verursachten jedoch weitere Verzögerungen. Vor wenigen Tagen begutachteten Spezialisten des Eichamts die Anlagen. Dabei sei jedes Messfeld exakt vermessen und die Funktionstüchtigkeit von Kamera, Blitz und Technikschrank überprüft worden. Jetzt werden die Messungen ausgewertet, bevor das Eichamt sein schriftliches Okay gibt.

Jenoptik baute die Anlagen auf, das Land mietet sie. Zunächst sei ein zweijähriger Probebetrieb geplant, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die letzten Vorbereitungen könnten sich noch zwei bis drei Wochen hinziehen, hieß es.

Die fest installierten Blitzer sind nicht dauerhaft scharf gestellt. Vielmehr sind sie mit den elektronischen Anzeigen verbunden, die etwa bei widrigem Wetter, Baustellen oder erhöhtem Verkehrsaufkommen ein Tempolimit vorgeben, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Überhöhte Geschwindigkeit ist eine Hauptursache für schwere Unfälle. Sachsen-Anhalt hatte zuletzt mehrfach angekündigt, den Kontrolldruck auf Raser zu erhöhen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zu diesem Zweck schaffte das Innenministerium Anfang des Jahres bereits einen 180 000 Euro teuren mobilen Blitzer an. Das gepanzerte Gerät kann eine Woche lang am Stück ohne menschliche Unterstützung fotografieren. Der absenkbare Anhänger erlaubt es auch, an schwer zugänglichen Stellen und in Baustellen Temposünder zu blitzen.