Falscher Polizist in Magdeburg unterwegs

Die Polizei hat Tipps zum Schutz gegen Trickbetrüger veröffentlicht
Freitag, 11. November 2016

Falscher Polizist in Magdeburg unterwegs. Der Mann hatte am Donnerstag, 10. November 2016, zwei Rentnerinnen in ihren Wohnungen bestohlen. Er zeigte einen gefälschten Dienstausweis und behauptete bei den Damen sei eingebrochen worden. Die Frauen ließen ihn daraufhin in ihre Wohnungen. Der falsche Polizist bat die Opfer ihm sicherheitshalber ihren Schmuck und ihr Bargeld zu geben. Damit verschwand er unter dem Vorwand, die Spurensicherung würde noch kommen. Der falsche Polizist wird als 30 bis 40-jährig beschrieben, ist ca. 185 cm groß, hat kurzes dunkles Haar und spricht hochdeutsch. Außerdem hat er etwas von einem dunkleren Phänotyp. Die Polizei bittet um Hinweise. Wer welche geben kann, möge sich bei der Polizei in Magdeburg unter der Telefonnummer 0391/546-1740 melden.

Die Polizei warnt insgesamt noch einmal ausdrücklich vor falschen Mitarbeitern und Trickbetrügern
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Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür nutzen im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich immer wieder neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen vor, behaupten Sie zu kennen oder geben an von einer Dienstleistungsfirma zu kommen.
Die Täter bieten Ihnen an der Haustür Waren oder Dienstleistungen zu „Sonderpreisen „ an und drängen darauf, den vorgelegten Vertrag sofort zu unterschreiben.
Einige Täter geben vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis betreten zu müssen. Sie treten z.B. in folgenden Rollen auf:
• Polizisten, Kriminalbeamte oder Gerichtsvollzieher
• Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke
• Handwerker, Heizkostenableser oder Beauftragte der Hausverwaltung
• Mitarbeiter der Kirche oder des Sozialamtes
• Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung
• Postzusteller oder Monteure einer Telefongesellschaft ...

Alle haben nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen und die Täter in Ihre Wohnung bitten. Lassen Sie es nicht soweit kommen. In Ihren vier Wänden sind Sie mit diesen Fremden allein- und Sie können Ihre Augen nicht überall haben.

Hier einige Tipps, wie Sie gegen diese Tricks vorgehen können:

• Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu Ihnen will, schauen Sie aus dem Fenster, durch den Türspion, benutzen Sie die Türsprechanlage.
• Öffnen Sie die Tür nur mit vorgelegter Sperrkette.
• Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung.
• Nur wenn Sie alleine sind, haben Trickdiebe ein leichtes Spiel mit Ihnen. Versuchen Sie einen Nachbarn dazu zu bitten, oder bestellen Sie den Besucher zu einem späteren Termin noch einmal.
• Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben, oder die vorher durch Firma oder Hausverwaltung angekündigt wurden.
• Auch für angebliche Polizeibeamte gilt: Fordern Sie den Dienstausweis, prüfen Sie Ihn sorgfältig (Foto, Behörde, Stempel), lassen Sie sich zusätzlich noch den Personalausweis zeigen , rufen Sie bei dem geringsten Zweifel die Behörde an (Telefonnummer selber aus den „Gelben Seiten“ heraussuchen)

Gesundes Misstrauen gegenüber Fremden hat mit Unhöflichkeit nichts zu tun !

Sollten Sie doch Opfer einer Straftat geworden sein:

• Informieren Sie sofort die Polizei. Im Notfall Polizeiruf 110.
• Prägen Sie sich Einzelheiten über Täter und Tatablauf ein. Sie unterstützen so die Arbeit der Polizei.