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Rebecca

Fall Rebecca: Spur führt nach Brandenburg

Rebecca hatte Haus wohl nicht verlassen
Mittwoch, 6. März 2019

Die vermisste 15-jährige Rebecca hatte nach Ansicht der Ermittler zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Tötung das Haus ihres Schwagers wohl nicht verlassen. Das sagte Michael Hoffmann vom Landeskriminalamt Berlin in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» am Mittwochabend. Der dringend tatverdächtige Schwager von Rebecca sei zur mutmaßlichen Tatzeit allein mit ihr im Haus gewesen. Dies ergebe sich vor allem aus dem Telefonverhalten Rebeccas und den Router-Daten im Haus des Schwagers. Die 15-Jährige war vor mehr als zwei Wochen, am Morgen des 18. Februar, verschwunden. Die Kriminalpolizei geht mittlerweile davon aus, dass Rebecca umgebracht wurde, und hat den Schwager im Verdacht. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Das Auto von Rebeccas Schwester und deren Mann wurde nach dpa-Informationen aus Ermittlerkreisen am 18. Februar auf der Autobahn von Berlin ins südöstliche Brandenburg von einem Kennzeichenerfassungssystem registriert. Dieses System mit der Bezeichnung KESY wird von der Polizei zur Fahndung und zur Aufklärung von Fahrzeug-Diebstählen eingesetzt. 

Rebecca hatte in der Nacht zum 18. Februar in dem Einfamilienhaus der Familie ihrer Schwester in einer ruhigen Wohngegend übernachtet. In der Nacht oder am Morgen verschwand sie. Kurz darauf wurde ihr Handy dauerhaft abgeschaltet.

Aktueller Stand:

Der 27-jährige Schwager der Vermissten befindet sich nunmehr aufgrund eines erlassenen Haftbefehls wegen Totschlages in Untersuchungshaft.

Das vom Tatverdächtigen genutzte Fahrzeug, ein himbeerroter Renault Twingo mit Berliner Kennzeichen, wurde am Tag des Verschwindens Rebeccas von einer Verkehrsüberwachungsanlage auf der Bundesautobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt/Oder, am Montag, den 18. Februar 2019, um 10.47 Uhr und am darauf folgenden Tag, Dienstag, den 19. Februar 2019, um 22.39 Uhr, festgestellt. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte zu diesen Zeiten allein der 27-jährige Schwager Zugriff auf diesen Pkw.

In diesem Zusammenhang haben die Ermittler der 3. Mordkommission mit Veröffentlichung von Fotos des Autos, der fehlenden Fleecedecke und des Tatverdächtigen die folgenden Fragen und bitten die Bevölkerung um Mithilfe:

  • Wer hat das Auto des Tatverdächtigen am Vormittag des 18. Februar 2019 und/oder in den Nachtstunden vom 19. zum 20. Februar gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Aufenthaltsorten des Tatverdächtigen zu diesen Zeiten machen?
  • Wer kennt den Tatverdächtigen und kann Bezugspunkte von ihm benennen, die zwischen Berlin und Frankfurt/Oder liegen?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der abgebildeten Fleecedecke (Größe ca. 150 × 200 cm) machen, die seit der Tat aus dem Haushalt des Tatverdächtigen fehlt?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder per E-Mail ([email protected]) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

 

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