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Hans-Joachim Maaz bei einem Vortrag in Halle

Experten im Interview: Hans-Joachim Maaz

Psychiater, Psychoanalytiker und Autor Dr. Hans–Joachim Maaz aus Halle

Wir bleiben zuhause – ist das Stichwort in diesen Tagen. Das öffentliche Leben steht vielerorts still. Kontaktverbot, Mindestabstand von anderthalb Metern, HomeOffice, wenn möglich – das sind die Regeln. Was macht das aber mit uns Menschen, wenn wir uns nicht beim Sport treffen, in der Kneipe, zusammenfeiern – wenn wir mehr oder weniger sozial isoliert sind. Darüber haben wir mit dem Psychiater, Psychoanalytiker und Autor Dr. Hans–Joachim Maaz aus Halle gesprochen.

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Hans-Joachim Maaz

Toxikologe & Immunologe Professor Dr. Stefan W. Hockertz

Kontaktverbot, Mindestabstand, Einlasskontrollen an Supermärkten, Schulen und Kitas zu, Gaststätten geschlossen... Das öffentliche Leben ist zum Stillstand gekommen. Viele sind verunsichert, haben Ängste – es dreht sich alles nur noch um die Corona–Krise. Wir haben mit Prof. Stefan Hockertz gesprochen, er ist Immunologe und Toxikologe und sagt: Die Menschen sterben nicht an Corona – sondern mit Corona. Und er empfiehlt Immunglobuline-Test, um nachzuweisen, ob man bereits infiziert war und nun immun gegen das Virus ist.

Hört hier das Interview!

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Professor Dr. Stefan W. Hockertz
Professor Dr. Stefan W. Hockertz

Grundschullehrerin Karina aus Wölkau zum Thema Homeschooling

Die Corona-Krise stellt viele von uns vor ganz neue Herausforderungen: Eltern zum Beispiel werden jetzt plötzlich zu Aushilfslehrern und stehen ihren Kids bei Mathe, Bio oder Deutsch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Manchmal ist das okay, manchmal könnten es vielleicht sogar noch ein paar Aufgaben mehr sein, manchmal sind Eltern und Kinder aber auch kurz vorm Verzweifeln, weil es so viel ist.

Wir haben Karina, Grundschullehrerin aus Wölkau, zum Thema Homeschooling befragt...

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Eike Hennig, Amtsarzt Magdeburg

Die Stadt Magdeburg hat verordnet, alle Veranstaltungen mit über 1.000 Personen abzusagen. Davon betroffen sind neben Konzerten auch Fußballspiele in der Landeshauptstadt. Dazu haben wir mit dem Magdeburger Amtsarzt Eike Hennig gesprochen. Zudem erklärt der Magdeburger Amtsarzt den Infektionsweg und Testablauf, sowie das Vorgehen bei einer mögliche Quarantäne. 

Dr. med. Thomas Ansorge, Facharzt für Mikrobiologie

Dr. Simone Heinemann-Meerz, Ärztin aus Halle und Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Berechtigte Sorge oder Panikmache?
Die Diskussion um das neuartige Corona-Virus zeigt vor allem eines: die Menschen sind verunsichert, vielen geht es auf die Nerven und trotzdem reden alle darüber. Wir wollen zur Versachlichung beitragen und haben mit Dr. Simone Heinemann-Meerz, Ärztin aus Halle und Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt gesprochen:

Fragen zum Arbeitsrecht - Erklärt von radio SAW-Redakteur Torsten Rößler

Arbeitnehmer sind vom Corona-Virus infiziert- wer übernimmt die Bezahlung ? 
Da gelten die üblichen Regelungen zur Krankschreibung, es gilt die Lohnfortzahlung für 6 Wochen. Die übernimmt in vollem Umfang der Arbeitgeber. Voraussetzung ist die übliche Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit, die stellt der Arzt aus. Bei leichteren Atemwegsinfekten geht das übrigens mittlerweile sogar per Telefon und Post, damit die Praxen nicht überlastet werden.  

Wie sieht das aber aus, wenn ich nicht selbst erkrankt bin, aber wegen möglicher Kontakte in Quarantäne muss? 
Arbeitsrechtsexpertin Heike Sommer von der IHK Halle-Dessau sagt dazu:  „Dann haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entschädigung in Höhe des Nettogehaltes. Das übernimmt vorauszahlend der Arbeitgeber, der kann sich das Geld aber bei den zuständigen Behörden zurückholen. In Sachsen-Anhalt ist es das Landesverwaltungsamt. Dabei gilt es eine Frist von 3 Monate nach Beendigung der Quarantäne einzuhalten.“ 

Was können Firmenchefs tun, wenn so viele Beschäftigte wegen Corona ausfallen, dass der Geschäftsbetrieb in der Firma eingeschränkt oder garnicht mehr nicht mehr möglich ist? 
Dafür gibt es die Möglichkeit der Kurzarbeit. Die ist wegen der Corona-Krise ausgeweitet und vereinfacht. Der Begriff Kurzarbeit ist etwas irreführend, Unternehmer können damit ihre Mitarbeiter stundenweise oder auch ganz nach Hause schicken. Die bekommen dann von der Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld. Damit soll vermieden werden, dass Mitarbeiter entlassen werden, wenn sie für eine absehbare Zeit nichts zu tun haben. Das Kurzarbeitergeld beträgt für Arbeitnehmer mit Kinder 67% vom entgangenen Nettolohn, Arbeitnehmer ohne Kinder erhalten 60% der Nettolohndifferenz. 

Viele Menschen arbeiten ja als Freiberufler oder Selbstständige, da brechen ja gerade auch viele Aufträge weg, wie können die Hilfen bekommen?
Das ist ein wirklich großes Problem - eine Antwort, die jedem gefallen wird, haben wir leider nicht parat. All zuviel Hilfe gibt es da aktuell nicht, es soll Kreditprogramme zur Überbrückung von Engpässen geben, die Finanzämter sind angewiesen, Steuerzahlungen zu verschieben. Die Politik hat aber schon angekündigt, Hilfsprogramme auf die Beine zu stellen. Da ist aber noch Vieles in der Schwebe, da bleibt für mich nur der Rat, bitte nachfragen, bei den jeweiligen Berufsverbänden, IHK, Handwerkskammern. 

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