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Eintracht verliert gegen Meppen 1:2

Samstag, 14. Dezember 2019

„Natürlich muss man einen Typ wie Deniz Undav immer im Auge behalten und in den Griff kriegen“,  hatte Eintracht Trainer Marco Antwerpen vor der Partie gesagt, Und: „Die werden uns von Anfang an unter Druck setzen.“ Umso erstaunlicher die Anfangsformation des Trainers. Antwerpen lies Kessel, Kobylanski und Ziegele auf der Bank, lies Otto, Goden und Schwenk zunächst auflaufen. Und hatte auch noch Pech: Kapitän Bernd Nering verletzte sich gleich bei seinen ersten Aktionen und musste nach drei Minuten raus. Für ihn kam Kobylanski. 

Meppen stürmte wie erwartet mit schnellem Kurzpassspiel und sorgte für Arbeit in der Eintracht Abwehr. Eintracht konterte zaghaft – Proschwitz wurde in den freien Raum geschickt, verstolperte aber die gute Gelegenheit am Strafraumrand.  Die erste gefährliche Aktion kam kurz darauf von Kobylanski, der aus 20 Metern abzog und Keeper Domaschke durch den Aufsetzer in Verlegenheit brachte. Der konnte den Ball nicht kontrollieren, Proschwitz kam nicht zwingend im Kopfballduell durch. Im Gegenzug brachte eine Ecke Gefahr vor dem Eintracht-Tor. In höchster Not rettete Schwenk auf der Linie nach einem guten Kopfball von Tankullic. Auch Fejzic war dann schnell zur Stelle (12.).Vier Minuten später gab es für den Eintracht Keeper nichts zu halten – Deniz Undav zog aus 25 Metern ab, der Ball landete genau im oberen rechten Eck zur Führung der Gäste.  

Eintracht agierte wenig geschockt – Goden setzte sich auf dem Flügel durch – schoss aufs kurze Eck – Domaschke wehrte ab, aber vor die Füße von Schwenk, der zum 1:1. Ausgleich einschob (24.). Meppen reagierte wütend, peitschte den Ball immer wieder Richtung Eintracht-Kasten. Kurz darauf scheitern Kleinsorge an Fejzic und Undav an Burmeister (26.). In der 34. Minute erlief sich Kleinsorge erneut einen Steilpass, kam frei vor Fejzic zum Schuss – der Ball ging Millimeter am Tor vorbei. Unermüdlich rannten die Gäste – in der 40. Minute konnte die Abwehr den Ball nicht klären, der landete bei Undav – dessen abgefälschter Schuss zappelte zur erneuten Führung der Meppener im Eintracht-Tor.

In der Halbzeit wechselte Antwerpen Benjamin Kessel für Goden ein – und das Offeniv-Spiel wurde deutlich engagierter. Jetzt hatte Eintracht das Heft des Handelns in die Hand genommen, musste aber immer wieder auf die schnellen Konter der Emsländer aufpassen. Leider zeigten sich die Meppener nun immer öfter von der unsportlichen Seite – insbesondere Undav, der sich ein ums andere Mal mit Ellenbogenstößen und Schubsereien bemerkbar machte. Schade bei so einem Talent.  Der SV Meppen spielte dazu auf Zeit, immer wieder blieben Spieler lange liegen, versuchten die Offensivbemühungen der Eintracht zu behindern. 

Vom SV Meppen war nur noch wenig zu sehen. Stattdessen rückte der Schiedsrichter mehr und mehr in den Mittelpunkt – einen vermeintlichen Elfer an Proschwitz pfiff er nicht. Dann vollendete Burmeister eine Vorlage – knallte aber an den Pfosten – Schwenk schob ein – aber der Linienrichter hatte die Fahne oben – Abseits?

In der Nachspielzeit hatte Bär dann noch den Ausgleich auf dem Fuss, aber der Meppener Keeper hielt den Kasten dicht. Auch Meppen hatte noch eine Chance – Fejzic vereitelte eine höhere Niederlage – noch einmal eine Ecke in der 95. Minutute – aber auch die brachte nichts mehr. 

Bemerkung am Rande: Martin Kobylanski wurde nicht nur ein- sondern in der 66. Minute  wieder ausgewechselt. Auch sein Auftritt war wenig überzeugend. Ein Punkt wäre durch die kämpferische zweite Halbzeit wohl verdient gewesen, aber die 17.000 Fans haben auch gesehen, was den Löwen fehlt – Ideen, sicheres Passspiel und ein schnelles Umschaltspiel.

Aufstellungen: 

Eintracht: 

Jasmin Fejzic, Bernd Nehrig (4. Kobylanski, 66. Feigenspan), Robin Becker, Bär, Otto, Burmeister (G.), Schwenk (G), Wiebe (G), Goden (46. Kessel), Kijewski, Proschwitz. 

 

Yannik Bangsow, Benjamin Kessel, Orhan Ademi, Martin Kobylanski, Mike Feigenspan, Patrick Kammerbauer, Robin Ziegele.

Trainer: Marco Antwerpen/Frank Eulberg

Schiedsrichter: Lasse Koslowski, Christian Allwardt, Yannik Rath.

SV Meppen: 

Eric Domaschke, Marco Komenda, Hassan Amin (78. Jesgarzewski), Thilo Leugers, Deniz Undav (G), Luka Tankulic (64. El-Helwe), Markus Ballmert, Florian Egerer, Valdet Rama (G.), Marius Kleinsorge (82. Düker), Steffen Puttkammer. 

Matthis Harsmann, Janik Jesgarzewski, Yannick Osee, Willi Evssev, Rene Guder, Julius Düker, Hilal El-Helwe.

Trainer Christian Neidhart/Marion Neumann.