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Eintracht spielt 1:1 gegen die "kleinen Bayern"

Samstag, 6. Juni 2020

Der FC Bayern zeigte schon mit einer offensiven Aufstellung, was sie in Braunschweig spielen wollten: Offensiv-Fussball. Eintracht Trainer Marco Antwerpen wechselte erwartungsgemäß erneut durch. Auf acht Positionen. Nkansah, Wiebe, Pfitzner, Schlüter, Biankadi,Fürstner, Bär und Putaro wurden ersetzt und nahmen zum Teil (außer Biankadi, Wiebe, Fürstner und Schlüter) , auf der Bank Platz. 

Beide Mannschaften begannen offensiv. Schon in der dritten Minute startete Pourie nach einem schönen Pass Richtung Bayern-Tor – Richards musste zum Foul greifen, um die Chance noch zu vereiteln. Dafür gab Schiedsrichter Ittrich eine gelbe Karte. Der Freistoß brachte nichts. Die Gäste antworteten mit schnellem Flügelspiel und schossen schon ab dem 16ner. Aber die aufmerksame Abwehr blockte jede Gelegenheit. Bis zur 10. Minute– München drückt mit Jeong über den Flügel – der passt  den Ball aufs kurze Eck – Jann-Fiete Arp war eine Fussspitze schneller und drückte den Ball zum 0:1 ins Tor. 

Im Gegenzug kam Leon Bürger im Strafraum zu Fall – Elfmeter. Mit der Entscheidung war Stanisic so gar nicht einverstanden, bedrängte Schiedsrichter Ittrich. Der anwortete mit der roten Karte. 

Martin Kobylanski  behielt die Nerven, obwohl der Schiedsrichter den ersten Anlauf abpfiff – Stanisic war noch nicht vom Platz. Kobylanski blieb von all dem unbeeindruckt und ballerte das Leder ins untere Eck zum Ausgleich 1:1 (12.).​ Das Spiel blieb umkämpft, die Bayern suchten weiter ihr Heil in der Offensive, fielen aber auch durch überhartes Spiel auf. Die Löwen hatten noch nicht den Schlüssel gefunden, die Münchener zu überspielen. Überrasschnd früh wechselte der FC Bayern aus – für den Torschützen Arp kam Dennis Waidner (29.). 

Auch Sebastian Hoeneß folgte der Familientradition und wetterte kräftig am Spielfeldrand, fand aber auch mit Marco Antwerpen einen würdigen Verbal-Gegner. Schiedsrichter Ittrich ermahnte beide. Kurz darauf sah Hoeneß die gelbe Karte. Ein ums andere Mal gab es grenzwertige Fouls auch im Strafraum, Ittrich pfiff aber nicht. 

Nach der Halbzeitpause wechselte Marco Antwerpen offensiv, brachte für Goden und Pourie nun Ademi und Bär. Das Spiel blieb offen, auch weil Eintracht sich viele Ungenaugkeiten im Passpiel leistete, die die Bayern-Spieler schnell erobern konnten. Immer wieder kamen die Gäste gefährlich an den Strafraum. In der 65. Minute gelangte das Leder am 16ner auf Torjäger Okyere Kwasi Wriedt, der sofort abschloss aber nur den Außernpfosten traf. Drei Minuten später hätte Eintracht alles klar machen können, als Yari Otto aus 3 Metern aufs Tor köpfte, aber Bayern Keeper Hoffmann stand richtg und pflückte das Leder aus der Luft. 

Beide Trainer wechselten durch, Hoeneß brachte Musiala für Batista Meier, Antwerpen schickte Putaro für Bürger (60.), Pfitzner für Nehrig (74.) und Feigenspan für Kobylanski (78.). Es blieb hektisch auf dem Platz – und unfair. Kaum ein Spielzug wurde zu Ende gespielt, immer wieder griff Ittrich zur Pfeife. Drei Minuten vor Schluss gab es noch eine Chance für die Gäste – Jeong probierte es mit einem Lupfer - erst rettete Engelhardt, dann noch Kessel kurz vor der Torlinie. In der 90. Minute noch einmal ein Freistoß für Bayern aus 22. Metern – der Ball geht weit neben das Tor. Sekunden vor dem Apfiff wertete Ittrich noch einen Schubser von Burmeister als Notbremse an der Mittellinie und stellte ihn mit gelb-rot vom Platz. Die Löwen nehmen die lange unbesiegten Bayern immerhin einen Punkt ab – aber leider nicht mehr.  

Aufstellungen:

Eintracht: 

Marcel Engelhardt, Benjamin Kessel, Bernd Nehrig (G, 74. Pfitzner G.), Martin Kobylanski (78. Feigenspan), Yari Otto, Felix Burmeister (G/R), Kevin Goden (46. Ademi), Niko Kijwski, Marvin Pourie (46. Bär), Leon Bürger (G., 60. Putaro), Patrick Kammerbauer. 

Yannik Bangsow, Steffen Nkansah, Orhan Ademi, Leandro Putaro, Marcel Bär, Marc Pfitzner, Mike Feigenspan. 

Trainer: Marco Antwerpen

Schiedsrichter: Patrick Ittrich, Matthias Lämmchen, Yannick Rath.

FC Bayern 2:  

R. Hoffmann, Josip Stanisic (12. G/R), Nicolas Feldhahn, Jann-Fiete Arp (29. Waidner), Kwasi Okyere Wriedt (90. Kern), Maximilian Zaiser (G.), M. Weizmüller, Wooyeong Jeong, Oliver, Batista Meier (73. Musiala), Christopher Richards (G.).