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Eintracht nur Unentschiedenen bei Dynamo: 1:1

Löwen bleiben Remiskönige durch Gustav Valsvik

Samstag, 28. Oktober 2017

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Zog sich vor dem Spiel eine schwere Verletzung zu: Ex-Dresdener Quirin Moll

„An allen Toren beteiligt sein“ – ist meist eine gute Note für einen Fussballer. Für Gustav Valsvik allerdings nicht wirklich. In der 12. Minute bekam er seinen Ellenbogen nicht schnell genug angelegt und kassierte neben der gelben Karte auch noch den Freistoß, der zum Gegentor führte. In der 60. Minute packte der Norweger all seinen Frust in einen Kopfball, der fast ein Loch ins Tornetz gestanzt hätte.

Dynamo-Trainer hatte seine Startelf auf sieben Positionen umgestellt und das musste Lieberknecht auch machen, denn am Samstag hat sich der nächste Stammspieler verletzt – wieder schwer. Quirin Moll war nach einem Trainingszweikampf auf die Schulter gefallen und sich dabei einen komplizerten Bruch zugezogen – auch er wird mindestens bis zur Winterpause ausfallen.

Die neu formierte Eintracht-Elf zeigte sich entsprechend. Die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld passte nicht, es gab Fehlpässe, Missverständnisse und viel Nervosität. Das nutze Dresden und setzte Eintracht gehörig unter Druck. Daraus resultierten bereits gute Chancen - Hauptmann und Mlapa scheiterten nur knapp, Entlastung nach vorne gab es kaum. Dann diese vermaledeite 12. Minute: Valsvik bekam den Ball an den Ellenbogen – knapp noch vor dem Strafraum. Der Freistoß von Patrick Möschl wurde von der Mauer geblockt, aber der Nachschuss landete genau unten im rechten Eck – keine Chance für Fejzic.

Die Löwen zeigten danach schnell die richtige Reaktion. Vier Minuten später servierte Onal Hernandez einen feinen Pass auf Julius Biada, der aus kurzer Distanz auf den Dresdener Kasten schoß – Keeper Marvin Schwäbe reagierte mit Blitzreflex. Danach nahm Eintracht mehr und mehr das Spiel in die Hand. Nach einer halben Stunde ging ein Freistoß druch die Mauer, aber wurde für Schwäbe kein Problem. Zu zentral die Granate von Biada. Aber auch Dynamo kam zu weiteren Chancen, die letztlich Fejzic vereitelte. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Yildirim, als nach einer Ecke der Ball quer durch den Strafraum flog und bei Yildirim landete – etwas überrascht versuchte der einen Kopfball, der aber neben dem Tor landete. Der Ausgleich wäre zur Halbzeit durchaus verdient gewesen.

Darauf mussten die Eintracht.Fans noch warten. Viele hatten schon eine aufregende Reise hinter sich – nachdem der Sonderzug abgesagt worden war, wurden Busse organisiert, die viele noch zum Spiel gefahren hatten. Eintracht dankte es mit viel Einsatz. In der 60. Minute war Gustav Valsvik auf und davon – wurde im allerletzten Moment noch von Paul Seguin beim Schuss behindert. Die folgende Ecke nutzte er aber dann durch einen Maßkopfball zum 1:1. „Das wünschen wir uns noch mehr, aber dann dürfen die Eckbälle nicht auf Kniehöhe landen“, meinte Lieberknecht.
Eintracht setzte noch nach, aber Yildirims Schuss aus der Entfernung fehlte die Wucht. Auf der anderen Seite köpfte „Lumpi“ Lanbertz frei vor Tor über den Kasten. Beide Trainer wollten unbedingt den Dreier und wechselten offensiv. Zuck und Abdellahi kamen für Khelifi und Biada. Becker ersetzte Sauer.

Der Schluss-Akkord gehörte Braunschweig. Hernandez legte auf Abdellahi zurück, der den Ball nicht richtig traf, aber immerhin eine Ecke bekam. Kurz darauf versuchte es Breitkreuz mit einer Bogenlampe, die aber übers Tor ging. Kurz vor dem Abpfiff schickte Yildirim „Manni“ Abdellahi auf die Reise, der aus vollem Lauf auf den Dresdener Kasten ballerte – aber Schwäbe war wieder zur Stelle. Kurz darauf war Schluss. „Alles in allem ein gerechtes Unentschieden“ resümierte Lieberknecht – und sein Kollege Neuhaus stimmte ihm nickend zu. Allerdings – die Punkteteilung nützt beiden Mannschaft wenig – sie stecken im Mittelfeld der Liga fest.

Aufstellungen:

Dynamo:

Marvin Schwäbe, Jannik Müller (G), Florian Ballas, Fabian Müller, Paul Seguin, „Lumpi“ Lambertz (83.Röser), Manuel Konrad, Niklas Hauptmann, Haris Duljevic (70. BerKo), Peniel Mlapa, Patrick Möschl (66. Kreuzer).
Markus Schubert, Sascha Horvath, Aias Aosman, Rico Benatelli, Lucas Röser, Niklas Kreuzer, Erich Berko

Trainer: Uwe Neuhaus

Eintracht:

Jasmin Fejzic, Steve Breitkreuz, Gustav Valsvik (G), Niko Kijewski – Louis Samson (G), Ken Reichel (G), Ötzkan Yildirim, Julius Biada (74. Abdellahi), Maximilian Sauer (G, 82. Becker), Salim Khelifi (68. Zuck), Onel Hernandez.
Marcel Engelhardt, Hendrick Zuck, Tim Robin Becker, Steffen Nkansah, Suleiman Abdullahi, Jan Hochscheidt, Patrick Schönfeld.

Trainer: Torsten Lieberknecht