Ein Himmel voller Stars

radio SAW spielt am Totensonntag Songs von unvergessenen Künstlern

 

Am Totensonntag, 24. November, haben wir einen Tag lang unseren verstorbenen Verwandten, Liebsten, Kollegen und Freunden, die uns im Leben begleitet haben, gedacht.

Für uns gehören dazu auch die großen Künstler der Musikgeschichte. Ob Elvis Presley, Whitney Houston, Falco oder Amy Winehouse, Michael Jackson und viele mehr.

Ihr Leben hat uns bewegt und ihre Songs sind für uns unsterblich. Auch an unseren lieben Kollegen und Muckefuck-Moderator Volker Haidt wollen wir uns an diesem Tag ganz besonders erinnern.

Den ganzen Tag haben wir bei radio SAW nur Songs dieser Musikgrößen gespielt und nochmal auf ihr Lebenswerk zurück geblickt.

In unserer Fotogalerie würdigen wir die unvergesslichen Künstler und ihre unsterblichen Songs.

Ein Himmel voller Stars. Das war ein Tag mit vielen Erinnerungen, Emotionen und ganz viel besonderer Musik

Auch diese Stars bleiben unvergessen!

John Belushi (Blues Brothers)

Es ist 1976 Dan Aykroyd und John Belushi treffen sich bei den Vorbereitungen von "Saturday Night Live", einer neuen Unterhaltungsserie in Amerika, Die beiden sind schnell ein Herz und eine Seele, ändern ihren Style: schwarze Anzüge, Ray-Ban Sonnenbrillen, die zwar Samstag Nacht keinen Sinn haben, aber sehr gut aussehen. Die Einschaltquoten explodieren, bald sprengen die Blues Brothers die Grenzen des Fernsehens. Ihr Erfolg scheint grenzenlos. Bis zum März 1982. John Belushi - seit Jahren schwer drogensüchtig - setzt sich in einem Luxushotel in L.A. eine Überdosis Herion und Kokain. Die Band überlebt - mit ständig wechselnder Besetzung. Aber das Original ist und bleibt das Original.

Tamara Danz (Silly)

Die Liste der musikalischen Überbleibsel der DDR ist recht übersichtlich. Die Familie Silly, die schon Anfang der 8Oer die "Familie" im Namen schnell ablegte ist da ein Leuchtturm. Nicht zuletzt dank der seinerzeit alles überstrahlenden Frontfrau. Die offizielle Fanseite schreibt: "Stimmgewaltig und authentisch, bewaffnet mit Charme, Intelligenz, aber auch mit einer ordentlichen Berliner Großschnauze. Wenn sie im Prenzlberg um die Blocks zog, folgte ein Kometenschweif von Fans und Freunden". Bis heute gelten sie als Institution. Tamara Danz und Uwe Hassbecker haben fast noch an ihrem Sterbebett geheiratet. Am 22. Juli 1996, erlag Tamara dem Krebs. Mittlerweile sind zwei Straßen nach ihr benannt, in Berlin und in der Nähe ihres Geburtsortes, im thüringischen Breitungen. Tamara wurde 43 Jahre alt.

Laura Branigan

Ihre Karriere begann als Backgroundsängerin von Leonard Cohen, bevor sie in den 80ern von einem deutschen Produzenten entdeckt wurde, der sie direkt in die Charts brachte. Sie lieferte Filmmusik für Flashdance und Ghostbusters, sang mit David Hasselhoff im Duett für seine Serie Baywatch und spielte 2002 am Broadway die Hauptrolle im Janis Joplin-Musical Love, Janis. Zwei Jahre später starb sie auf Long Island an einer Gehirnblutung. Unvergessen bleibt die Stimme aus New York mit dem 1984 meistverkauften Song in Deutschland.

Louis Armstrong

Ein Song aus dem Jahr 1968 – aber aktueller denn je: Er erzählt von der Schönheit der Welt und von den Glücksmomenten im alltäglichen Leben. Die Intention des Liedes war es damals, eine Gegenströmung zum zunehmend schlechter werdenden politischen Klima in den USA zu bilden. Deswegen besingt Louis Armstrong Natur, Sonne, Farben, Freundschaften und Kinderaugen und das bei all den kleinen und großen Problemen im Leben, wo Hass, Missgunst, Machtkämpfe und Katastrophen einem die Welt manchmal alles andere als „wunderbar“ vorkommen lassen. Die erste Strophe des Textes lautet:
Ich sehe grüne Bäume, auch rote Rosen. Ich sehe sie blühen für mich und dich, und ich denke mir: Was für eine wundervolle Welt.

Johnny Cash

Bob Dylan meinte, seine Stimme schien aus dem Mittelpunkt der Erde zu kommen. Die Stimme der Country-Legende Johnny Cash. Der schrieb im Laufe seines Lebens etwa 500 Songs, verkaufte über 53 Millionen Platten und erhielt stolze 15 Grammys. Zur Gitarre und zur Musik kam er während seiner Zeit als US-Soldat in Deutschland. Seinen ersten Song schrieb er 1953 in bayerischen Landsberg am Lech, 15 Jahre später war erfolgreicher als die Beatles. 2003, im Alter von 71 Jahren starb der Man in Black in Nashville an Lungenversagen. Ein Song, den wir nie vergessen werden, ist diese Country-Nummer mit Mariachi-Trompeten, in der es aber nicht um Western- und Truckerromantik geht, sondern um seine eigene Situation, gefährlicher, ungesunder Lebenswandel und die verbotene Liebe, und zwar die zu seiner späteren Frau June Carter. Als der „Ring of fire“ entstand, waren die beiden schon liiert, aber noch mit anderen Partnern verheiratet.

Ben E. King

Ben E King - der eigentlich Benjamin Earl Nelson hieß - Er war Tenor in einer stilprägenden RNB-Band namens The Drifters, danach wurde er zu einer wahren RNB und Soullegende.
Im April 2015 starb er im Alter von 76 Jahren, mit seiner Frau Betty war bis zu seinem Tod ganze 51 Jahre verheiratet und hatte mit ihr 3 Kinder. Sein größter weltweiter Hit ist schon etwas länger her, das war 1961, einer der meistgecoverten Songs auf diesem Planeten: stand by me.

Michael Hutchence (INXS)

Am 16. August 1977 – am Todestag von Elvis Presley – gründeten ein paar Teenager in Australien eine Band, die sich 2 Jahre später INXS nannte. Ihr Frontmann und Sänger Michael Hutchence hatte Zeit seines Lebens immer nur die schönsten Frauen an seiner Seite. U.a Kylie Minogue und das dänische Model Helena Christensen. Am 22. November 1997 beging er Selbstmord - das auf 20 Millionen australische Dollar geschätzte Vermögen ist bis heute spurlos verschwunden.

Curt Cobain (Nirvana)

Die Stimme von Nirvana – Curt Cobain … laut Musikmagazin Rolling Stone Rang 45 unter den 100 besten Sängern aller Zeiten. Auch er wurde Mitglied im Klub 27, Musiker die im Alter von 27 jahren starben, so wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Jim Morrison.
Kurt Cobain wurde am 8. April 1994 in seinem Haus in Seattle tot aufgefunden, er nahm sich 3 Tage zuvor das Leben. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, der mit dem Zitat eines Neil-Young-Songs endete: “It’s better to burn out than to fade away.” (Es ist besser auszubrennen, als zu verblassen.)
Nirvana spielten ihr letztes Konzert am 1. März im Terminal 1 des ehemaligen Flughafens München-Riem.

Ric Ocasek

Er liebte die coole Rockmusik und schöne Frauen. 1976 gründete er die Band The Cars. Größter Erfolg war die Single „Drive“, ein riesiger Chartbreaker 1984 auch in Deutschland. Wenn er nicht selbst am Microphon war, stand er dahinter, als Produzent z.B. für Weezer, No Doubt oder Bad Religion. Mit den Cars ist er „Member oft the Rock n Roll Hall of fame“, dort wo nur die größten Rockstars verewigt sind. Ach so, was die schönen Frauen angeht. Rik war lange verheiratet mit Topmodel Paulina Porizkova. Sie hatten sich beim Videodreh zu „Drive“ kennengelernt.

Mark Hollis

Mark war ein Intellektueller, ein Quergeist, ein Singer/Songrwiter, dem die glamoröse Popwelt zu oberflächlich war. Mit der Band „Talk Talk“ feierte er die größten Erfolge. Ihr Synthisound war stets melancholischer und ernsthafter als der von allen anderen. Der Song „Such a shame“ von 1984 war z.B. beeinflusst von dem Roman „Der Würfler“ von Luke Rhinehart und tauchte in lyrische Tiefen. Nach den Chartbreakern veröffentlichte die Band noch zwei avantgardistische mehr dem Jazz zugewandte Werke, bei denen u.a. Violinvirtuose Nigel Kennedy mitspielte. Bei den Kritikern waren diese Projekte Top, beim Publikum Flop. Mark Hollis veröffentlichte Ende der 90er noch ein Soloprojekt und zog sich danach komplett aus der Musikszene zurück. Er fühlte sein Genie verkannt.

Doris Day

Was den Deutschen Lilo Pulver, war den Amis Doris Day. Das ansteckende Lachen machte sie unvergessen. Zunächst trat Day als Sängerin in Big Bands auf, bis ihr 1947 der Sprung nach Hollywood gelang. Familienfreundliche Komödien in denen sie die Sauberfrau spielte waren ihr Markenzeichen. Mit Fimpartnern wie Rock Hudson, Cary Grant, Frank Sinatra oder James Stewart brillierte sich auf der Leinwand. Sie sang unzählige Filmsongs, doch zu ihrer Erkennungsmelodie wurde „Che sera“ aus dem Hitchcock-Thriller „Der Mann, der zuviel wusste“. In den 60ern verblasste ihr Ruhm. Das Day´sche Frauenbild war veraltet. Mitte der 70er zog sich Doris Day aus der Öffentlichkeit zurück. Ihr weiteres Leben widmete sie dem Tierschutz und absolvierte nur einige wenige Auftritte.

Infos zum Totensonntag

Der Ewigkeitssonntag oder Totensonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr gegen Ende November. Er ist ein besonderer Gedenktag für die Verstorbenen, in der in den Gottesdiensten Trauer und Hoffnung auf besondere Weise zum Ausdruck kommen. Familienangehörige und Freunde der Verstorbenen versammeln sich an diesem Tag in den Kirchen. Vielfach werden Lichter für die Verstorbenen der zurückliegenden zwölf Monate entzündet, ihre Namen verlesen, für sie und ihre Angehörigen gebetet. Darüber hinaus wird über die Grenzen des eigenen Lebens nachgedacht und die Hoffnung auf Leben zum Ausdruck gebracht. Viele Menschen gehen an diesem Tag auch auf den Friedhof und schmücken die Gräber. 

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erklärte 1816 den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen. Wahrscheinlich spielte bei dieser Entscheidung das Gedenken an die Gefallen der Befreiungskriege eine besondere Rolle. Dieser „Totensonntag“ gewann jedoch schnell Popularität als allgemeiner Gedenktag an die Verstorbenen und wurde auch von anderen Landeskirchen übernommen. So bildete er das evangelische Gegenstück zur Feier von Allerseelen (2.11.) in der katholische Kirche. Im Sprachgebrauch der evangelischen Gottesdienstordnungen wird dieser letzte Sonntag des Kirchenjahres als Ewigkeitssonntag bezeichnet, weil in ihm die Trauer und die Erinnerung an die Verstorbenen mit dem Nachdenken über Tod und Leben, die Zeit und die Ewigkeit verbunden ist. Die liturgische Farbe des Ewigkeitssonntags ist grün als Farbe der Hoffnung.

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