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Weltumsegler Boris Herrmann

Weltumseglung: Drama beim Zieleinlauf

Boris Herrmann kollidiert mit Fischerboot und verliert Führung
Donnerstag, 28. Januar 2021

Drama bei der Zieleinfahrt der Vendée Globe: Unser deutscher Teilnehmer Boris Herrmann kollidierte auf dem letzten Stück, nur 90 Seemeilen vor dem Ziel, mit einem Fischerboot. Der 39 Jahre alte Hamburger blieb unverletzt, seine Jacht «Seaexplorer - Yacht Club de Monaco» wurde allerdings so beschädigt, dass er nur mit reduzierter Geschwindigkeit weitersegeln konnte. 

Vorfall kostete Sieg

Das kostete ihn den Sieg. Zum Zeitpunkt des Vorfalls lag er auf dem dritten Platz. Wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden galt er bis zur Kollision als Sieganwärter. Final hat der Solo-Weltumsegler Boris Herrmann nun bei seiner Premiere bei der Vendée Globe Platz fünf belegt.

Der Hamburger wurde noch vom Franzosen Jean Le Cam auf dessen Jacht «Yes We Cam!» am Donnerstagabend von Rang vier verdrängt. Der 61-jährige Le Cam war zwar als Achter ins Ziel in Les Sables-d'Olonne gekommen. Doch dank einer Zeitgutschrift von 16:15 Stunden schob er sich noch vor Herrmann. Im Endklassement trennten die beiden nach über 80 Tagen auf dem Meer und über 28 000 Seemeilen knapp 75 Minuten.

Herrmann hatte am Vormittag mit seiner Jacht «Seaexplorer - Yacht Club de Monaco» als fünfter Segler die Ziellinie vor dem französischen Küstenort gekreuzt. Ebenfalls eine Zeitgutschrift von sechs Stunden hatte den 39-Jährige in der vorläufigen Rangliste bis zum Abend auf Platz vier vorrücken lassen. Der Franzose Yannick Bestaven, der mit der «Maître CoQ IV» als Dritter am Zielort angekommen war, sicherte sich den Sieg ebenso mit einer Gutschrift von 10:15 Stunden.

Herrmann, Le Cam und Bestaven hatten die Gutschriften von der Wettfahrtleitung wegen ihrer Beteiligung an der erfolgreichen Rettungsmission für den schiffbrüchigen Kevin Escoffier in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember erhalten.

 

 

 

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