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Gastronomie, Restaurant, Leipzig, Corona

Die neue Verordnung kurz zusammengefasst

Mehr Spielraum in Sachsen-Anhalt
Donnerstag, 16. September 2021
  • Gilt ab sofort bis zum 07. Oktober
  • Mit der Fünften Verordnung zur Änderung der 14. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung soll auch in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit gegeben werden, im 2-G-Modell Veranstaltungen durchzuführen oder in Betrieben anzubieten. Dabei handelt es sich ausdrücklich um ein Angebot nicht um eine Verpflichtung. Wer sich für ein 2-G-Zugangsmodell entscheidet, kann daraufhin nur geimpfte und genesene Gäste (dies gilt auch für das Personal) sowie Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres empfangen.

  • Bei der Durchführung müssen Abstandsregeln, Maskenpflicht oder Kapazitätsbegrenzungen nicht mehr eingehalten werden. Das 2-G-Zugangsmodell muss vor Beginn bei dem zuständigen Gesundheitsamt über www.lsaurl.de/Anzeige-2-G-Zugangsmodell angemeldet und über einen sichtbaren Aushang/Hinweis vor Ort erkennbar gemacht werden.

  • Daneben behält das bisherige 3-G-Modell, das Getestete und damit Ungeimpfte mit einbezieht, unter Einhaltung der Corona-Einschränkungen weiter seine Gültigkeit. 2-G- und 3-G-Zugangsmodelle können im zeitlichen Wechsel durchgeführt werden, das heißt auch stunden- oder tageweise.

  • Eine kleine Erleichterung gibt es unter „3G“ – also genesen, geimpft und getestet – bei Großveranstaltungen. Hier wird die erlaubte Teilnehmerzahl erhöht. Künftig gilt 50 Prozent der vollen Kapazität + 5000.Bei einer Kapazität von bis zu 10.000 Plätzen ist damit eine Vollauslastung möglich.

  • Nach drei Tagen mit einer Inzidenz von über 35 in einem Landkreis gilt die 3G-Regel in vielen Bereichen, aber:
    • Keine automatische Verschärfung der Testpflicht
    • In jedem Einzelfall bewerten Landkreis und Gesundheitsministerium die Lage anhand von Faktoren, wie etwa stark lokalen Ausbrüchen, Impfquote, Auslastung der Intensivstation. Dann werden die Maßnahmen entschieden. Landräte und die Oberbürgermeister von Halle, Magdeburg und Dessau haben das letzte Wort
    • Wo laut Bund-Länder-Einigung ein Negativtest zur Pflicht werden kann:
      • Zugang als Besucher zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe 
      • Zugang zur Innengastronomie 
      • Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen 
      • Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z. B. Friseur, Kosmetik, Körperpflege) (neu)
      • Sport im Innenbereich (z.B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen) 
      • Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts 
  • Die 10qm-Regel entfällt dort, wo 3-G gilt. Heißt: etwa in Ausstellungen oder bei Konzerten muss nicht für jeden Zuschauer ein Platz von 10 Quadratmetern bereitgestellt werden, es können also mehr Besucher an den Veranstaltungen teilnehmen. Beim Einkaufen gilt keine 3-G-Regel, deshalb soll hier weiterhin auf jeden Besucher mindestens 10qm Ladenfläche kommen.