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Verhüllungskünstler Christo nimmt im Flagshipstore eines Verlages an einer Signierstunde seiner Bücher «Verhüllter Reichstag», «The Floating Piers» und «Barrels and The Mastaba» teil.

Christo ist tot

Dienstag, 2. Juni 2020

Der Künstler Christo, der vor 25 Jahren auch das Reichstagsgebäude in Berlin verhüllte, ist tot. Er starb in New York im Alter von 84 Jahren, wie auf seiner Website mitgeteilt wurde und sein Büro am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Auch nach dem Tod des Künstlers Christo hält Frankreich an der geplanten Verpackung des Triumphbogens in Paris fest. Die Aktion im Herbst kommenden Jahres werde wie «ein letztes Geschenk dieses Künstlers an diese Stadt» sein, teilte das Amt von Staatschef Emmanuel Macron am Montag mit. Der 42-Jährige und seine Frau Brigitte würdigten das Werk des Künstlers, der am Sonntag im Alter von 84 Jahren in New York gestorben war.

Die geplante Verpackung des Arc de Triomphe durch Christo war wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Sie soll nach bisherigen Planungen zwischen dem 18. September und 3. Oktober 2021 stattfinden. Christo hatte 1985 zusammen mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude bereits die berühmte Pariser Brücke Pont Neuf mit sandfarbenem Stoff verhüllt.

Das Pariser Centre Pompidou will dem verstorbenen Künstler eine Hommage widmen. Die wegen der Corona-Krise verschobene Ausstellung «Christo et Jeanne-Claude, Paris!» solle nun am 1. Juli öffnen, teilte das Centre Pompidou mit. Ursprünglich war die Vernissage der großen Schau schon im März geplant. Ein Termin für die Hommage, die mit der Familie abgestimmt sei, wurde nicht mitgeteilt.

Der Präsident des Kunstzentrums, Serge Lasvignes, nannte Christo einen «großen Künstler». Er habe «Kühnheit, Entschlossenheit und eine tiefe Humanität» miteinander verbunden. Auch Bürgermeisterin Anne Hidalgo hob die Bedeutung Christos hervor, der ein Liebhaber der französischen Hauptstadt gewesen sei.