Chernobyl, The Dead Don't Die und Pappa ante portas

Streamingtipps der Muckefucks
Mittwoch, 14. April 2021

Holger empfiehlt "Chernobyl"

Am 26. April jährt sich zum 35. Mal die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Einer von vier Reaktorblöcken explodierte 1986 und radioaktives Material wurde in die Atmosphäre geschleudert.

Dadurch wurden weite Teile Russland, Weißrusslands und der Ukraine verseucht. Dieses tragische Ereignis ist Gegenstand einer großartigen Miniserie, die im Internet zu einer der fünf bestbewerteten Fernsehserien gehört.

Wie hätte der Gau verhindert werden können und wer ist verantwortlich für die Katastrophe? Diesen Fragen gehen vor allem zwei Wissenschaftler nach, die von hochkarätigen britischen Schauspielern dargestellt werden.

Intensive Bilder, die mitfühlen lassen. Die Serie "Chernobyl", jetzt im Free-TV bei ProSieben oder kostenlos unter prosieben.de 

 

Nadine empfiehlt "The Dead Don't Die"

Ich empfehle Euch heute die schräge Zombiekomödie „The Dead Don’t Die“. Sie ist starbesetzt. Unter anderem mit Bill Murray („Und täglich grüßt das Murmeltier“), Tilda Swinton („Doctor Strange“), Adam Driver („BlacKKKlansman“) und Künstlern wie Iggy Pop, Tom Waits und Selena Gomez.

Centerville ist ein verschlafenes Städtchen mitten in Amerika mit allem, was dazu gehört. Ein kleines Diner, eine Jugendstrafanstalt und ein „Ich bin ja kein Rassist, aber….“-Farmer, der mit einem „macht Amerika wieder weiß“-Basecap herumläuft. Plötzlich passieren seltsame Dinge. Es wird nicht mehr dunkel, Handys funktionieren nicht mehr und im Fernsehen ist die Rede davon, dass sich durch das Fracking an den Polen die Erdachse verschoben hat. Während die Politiker versuchen, alles kleinzureden, entwickelt sich in Centerville eine Zombieapokalypse, gegen die einzig die seltsame Bestattungsunternehmerin des Ortes ein probates Mittel zu haben scheint.

„The Dead Don’t Die“ - eine nicht alltägliche Zombiekomödie, die - zugegeben - ein wenig verwirrend daher kommt, aber, wenn man Ihr die Chance gibt, zu einem lustigen Abend beitragen kann. Für Euch zum Streamen bei Amazon Prime.

 

Frank empfiehlt "Pappa ante portas"

Was passiert, wenn man Schreibmaschinenpapier für 40 Jahre im Voraus bestellt, weil es dann billiger wird? Man wird gefeuert! Heinrich Lohse versteht die Welt nicht mehr, hatte er es doch so gut gemeint als Urgestein bei der Deutschen Röhren AG und Leiter der Einkaufsabteilung. Jetzt versetzt ihn sein Chef in den Vorruhestand! Und nun? Was macht er jetzt mit seiner Zeit? Und viel wichtiger: Was stellt seine Familie mit ihm an, wenn er immer zu Hause ist?

Er hat eine Idee! Er nutzt seine berufliche Erfahrung einfach zum Wohl der Familie! Und das geht mächtig in die Hose: Er bestellt sehr viel Senf, lässt Bettwäsche aus dem Fenster fallen und betrinkt sich anschließend mit der Haushälterin. Und auch die Annäherungsversuche mit seinem 16-jährigen Sohn gestalten sich … nun ja … etwas holprig. 

Das alles missfällt Frau Lohse zunehmend, und es kommt, wie es kommen musste: Als das eigene Haus in ein Filmset verwandelt wird, rastet sie komplett aus, und das kurz vor dem 80. Geburtstag ihrer Mutter. Gelingt die Versöhnung?

"Pappa ante portas" ist der zweite und letzte Kinofilm von Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, dem Großmeister der kleinen Alltags-Groteske. Und natürlich spielt er an der Seite der großen Evelyn Hamann. Fans von Loriot muss man an dieser Stelle ohnehin nichts mehr erzählen. Sie können den Film ohnehin von Anfang bis Ende mitsprechen, und man munkelt, dass auch im Funkhaus bei radio SAW bei allen möglichen Situationen immer wieder Zitate zu hören sind. Absoluter Kultstatus und mindestens in den Top 3 meiner Lieblingsfilme aller Zeiten: Loriot mit "Pappa ante Portas", jetzt bei Netflix!

 

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