Björk

Björk

Björk wird 55!

Musikerin, Stilikone, Kunstfigur
Donnerstag, 19. November 2020

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Ihre Musik ist Avantgarde, ihr Gesangsstil einzigartig. Kaum eine andere Sängerin hat die Popkultur der letzten 20 Jahre musikalisch wie stilistisch so bereichert wie Björk.

 

Geboren wird Björk Guðmundsdóttir vor 50 Jahren, am 21. November 1965, in Reykjavík. Sie wächst in einer musikbegeisterten Patchwork-Familie auf - einer Art Kommune, in der die Gitarre immer griffbereit steht und der Plattenspieler in Dauerschleife läuft.

Mit gerade einmal zwölf Jahren wird sie in Island zum gefeierten Kinderstar: Ihr erstes Album "Björk", auf dem überwiegend Coverversionen, aber auch eigene Kompositionen zu hören sind, erscheint 1977. International bleibt die Platte ein Insidertipp, sollte aber den Anfang einer großen Karriere markieren.

Als Frontfrau der Alternative-Band "The Sugarcubes" gelingt ihr 1987 mit der Hit-Single "Birthday" der internationale Durchbruch. Fünf Jahre und hunderte Gitarrenriffs später startet Björk ihre Solo-Karriere - die musikalischen Grenzen der Gruppe waren ihr zu eng, ihre Ideen für neue Projekte zu vielfältig. 1993 erscheint ihr Album "Debut", für das sie mehrfach ausgezeichnet wird und das mit einer Mischung aus House, Jazz und Trip Hop schon einen leisen Vorgeschmack gibt auf das, was folgt, ...

Ihr Sound wird elektronischer, die Beats wummernder. Doch zwischen all den schrammenden Industrial-Elementen versteckt sich auch ein traditionell-schmissiges Big-Band-Arrangement wie in "It's oh so quiet" von Björks drittem Album "Post" aus dem Jahr 1995, für das sie in den USA Platin erhält. Auf der Suche nach ausgefallenen Effekten begibt sich die Isländerin für die Aufnahmen zum Song "Cover Me" sogar in eine Fledermaushöhle.

Ihr bisslang letztes Album veröffentlichte das isländische Ausnahmetalent 2017. Das Album trägt den Titel "Utopia"

Hier erzählt sie nun von ihrer Selbstheilung. So zuversichtlich wie auf dieser Platte klang die Isländerin selten, obwohl die dunklen Geister in Songs wie "Sue Me" und "Tabula Rasa" immer noch nachhallen.