Bilanz nach Warnstreiks bei der Post

U.a. in Halle, Wernigerode und Braunschweig

In Sachsen-Anhalt haben erneut mehr als 100 Angestellte der Deutschen Post ihre Arbeit ruhen lassen. Unter anderem habe es am Freitag in Halle, Landsberg und an mehreren Orten im Harz erfolgreiche Warnstreiks gegeben, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Normen Schulze. Damit setzte sich der Ausstand von Donnerstag fort. Verdi ruft derzeit in mehreren Bundesländern zu Arbeitsniederlegungen auf, um den Druck in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Post zu erhöhen.

Am Donnerstag blieben nach Gewerkschaftsangaben unter anderem im Paket- und Briefzentrum im Sülzetaler Ortsteil Osterweddingen (Landkreis Börde) wegen des Warnstreiks rund 50 000 Sendungen liegen. Rund 240 Angestellte der DeutschenPost waren beteiligt. Nach Angaben der Deutschen Post sind derzeit Verzögerungen bei der Zustellungen von Briefen und Paketen möglich.

Zwischen den beiden Parteien laufen momentan Tarifverhandlungen. Verdi verlangt 5,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigte. Die Gewerkschaft hatte bei den bisherigen Verhandlungen den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen um 1,5 Prozent anbieten wolle. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September angesetzt.

Seite teilen