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Bananenkrankheit in Kolumbien

Exportsorte betroffen
Mittwoch, 14. August 2019

Bananenplantagen in Kolumbien sind von einem Pilz befallen, der infizierte Pflanzen absterben lässt. Der Pilz trägt den originellen Namen "Tropical Race 4". Wenn er zuschlägt, spricht man auch von der "Panama-Krankheit". 

Deutschland bezieht seine Bananen zu 99 % aus Mittel- und Südamerika - also auch und vor allem aus Kolumbien. Für den Menschen ist der Pilz zwar ungefährlich. Bananen von befallenen Stauden könnten bedenkenlos verzehrt werden - die Krankheit beeinflusst ausschließlich das Wachstum der Stauden. Nur - wenn die Staude nicht richtig wächst und letztlich abstirbt, gibt's natürlich auch keine Bananen. Noch schlimmer für die Bananenbauer ist aber, dass befallenen Flächen gerodet werden müssen und danach nie wieder für den Bananenanbau verwendbar sind.

Betroffen sei die Sorte "Cavendish", die auch nach Deutschland exportiert werde, so teilte das Kolumbianische Landwirtschaftsinstitut mit. "Cavendish"-Bananen hätten zurzeit einen Anteil von mehr als 90 Prozent auf dem deutschen Markt. Nach Deutschland würden schätzungsweise mehr als eine Million Tonnen jährlich importiert. 

Die UN-Welternährungsorganisation FAO hatte 2016 erklärt, dass es bisher keine wirksamen Möglichkeiten der Ausrottung gebe. 

Der Deutsche Fruchthandelsverband befürchtet,  dass in absehbarer Zeit keine Bananen der Sorte Cavendish für den deutschen Markt mehr zur Verfügung stehen werden. Die Bananen, die dann importiert werden, könnten teurer werden für die deutschen Verbraucher - es regiert ja das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wenn also die Nachfrage höher ist, als das Angebot, werden die Produkte teurer.

 

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