Blick auf die Helios Klinik Zerbst

Zerbst: Rettung der Heliosklinik

Die Helios-Kliniken-Gruppe hatte vor rund einem Monat angekündigt, das Krankenhaus in Zerbst kurzfristig Mitte Dezember zu schließen. Seitdem arbeiten Land und Kommunen daran, die Klinik zu retten. Letzte Woche hatte Ministerpräsident Reiner Haseloff im Landtag vorsichtig Entwarnung gegeben. 

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld prüft aktuell, ob er die Klinik selbst übernehmen kann. Dafür braucht er jedoch finanziellen Spielraum. Ein externes Unternehmen erarbeitet gerade ein Konzept, das zeigen soll, wie eine verlässliche Grund- und Notfallversorgung künftig aussehen könnte.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne betonte im Landtag, wie wichtig das Krankenhaus für die Menschen in der Region ist: Mehr als 81.000 Einwohner leben im 30-Minuten-Umkreis. Ohne die Klinik würden sich viele Fahrzeiten deutlich verlängern – für ein Viertel der Betroffenen sogar auf über 30 Minuten. „Die Menschen in Zerbst brauchen Verlässlichkeit“, so die Ministerin. Das Land will den Kreis bei einer möglichen Kommunalisierung unterstützen.

Auch aus der Bevölkerung kommt großer Rückhalt: Über 11.500 Unterschriften wurden bereits für den Erhalt gesammelt. Die Gewerkschaft ver.di begrüßt das klare politische Bekenntnis und fordert nun einen verlässlichen Zukunftsplan. Die Petition soll bald an die Landespolitik übergeben werden.

Fest steht: Der Standort Zerbst soll nicht aufgegeben werden – doch wie die Klinik langfristig aufgestellt wird, müssen die kommenden Wochen zeigen.

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