Symbolbild: Blaualgen im Barleber See in Magdeburg

Zerbst: Gödnitzer See gesperrt

Wenn du bis zu den Knien im Wasser stehst und deine Füße nicht mehr siehst - lass es besser mit dem Baden. Das ist ein Tipp, der vom Gesundheitsamt Anhalt-Bitterfeld kommt. Und er gilt nun auch für den Gödnitzer See bei Zerbst. 

Das Amt hat hier wie jedes Jahr Blaualgen festgestellt - die Stadt hat die wilden Badestellen mindestens bis August gesperrt. Wer trotzdem reinspringt, riskiert Hautreizungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Der Deetzer Teich ist dagegen algenfrei.

Blaualgen entstehen vor allem dann, wenn es länger trocken ist. Sie färben das Wasser stark grünlich oder violett, es können auch zeitweise Schlieren an der Wasseroberfläche auftreten. Blaualgen bzw. deren Toxine können giftig sein und beim Verschlucken oder auch bei längerem Hautkontakt u.a. folgende Beschwerden hervorrufen: 

  • Hautreizungen
  • Bindehautentzündungen
  • Ohrenschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber
  • Atembeschwerden 

Die Giftwirkung steigert sich, je länger der Kontakt mit dem toxinhaltigen Wasser anhält. Kleinkinder, Kinder und Allergiker sind besonders gefährdet! 

  • Verzichte auf das Baden, um mögliche Erkrankungen zu vermeiden. 
  • Wenn du trotzdem baden möchtest, vermeide Bereiche mit sichtbaren Schlieren und schlucke auf keinen Fall Wasser. 
  • Wechsel sofort die Badebekleidung und dusche nach dem Baden gründlich. 
  • Kinder am besten nicht baden lassen
  • Auch warmblütige Tiere können schwer erkranken 

Bei auftretenden gesundheitlichen Beschwerden sofort zum Arzt gehen!

 

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