ochse

Woher kommt eigentlich der vielzitierte Pfingstochse?

Pfingsten ist der 50. Tag des Osterfestes, der Pfingstsonntag liegt immer genau 49 Tage nach Ostersonntag und es ist nach Weihnachten und Ostern das drittwichtigste kirchliche Fest. Laut neuem Testament wurden die versammelten Jünger Jesu an diesem Tag vom heiligen Geist erfüllt. Pfingsten gilt deshalb auch als der Geburtstag der Kirche. Das hätten wir also schon mal geklärt – fehlt noch der Pfingstochse.  Wenn jemand besonders bunt und unpassend angezogen ist, wird derjenige schon mal als solcher bezeichnet. Das Ganze geht auf einen alten Brauch zurück. Bis ins 19. Jahrhundert war es in ländlichen Gebieten üblich, einen Pfingstochsen durch das Dorf zu treiben. Der Pfingstochse wurde festlich mit Blumen, Stroh und Kränzen geschmückt und in einem feierlichen Zug durch die Gassen des Dorfes und über die Felder begleitet. Wegen der ganzen Blumen und Kränze sah der Ochse nicht mehr aus wie ein herkömmliches Rindvieh sondern war ordentlich herausgeputzt. Jetzt könnte man denken, der Pfingstochse hats gut, alle gucken und freuen sich, aber die Menschen hatten andere Gedanken. Der ursprüngliche Hintergrund für diese Prozession war nämlich die Darbringung eines Tieropfers, denn lange Zeit wurde der Pfingstochse nicht etwa nur auf die Weide gestellt, sondern für das festliche Pfingstessen schlicht und ergreifend geschlachtet.

Podcast: radio SAW deckt auf - Die kleinen Geheimnisse des Alltags

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