Campingwagen, Caravan

Wie PiNCAMP das Campen digitalisiert

Urlaub auf Rädern: Ein Gespräch mit dem ADAC-Startup

Camping hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Immer mehr Menschen suchen nach einer Urlaubsform, die flexibel, naturnah und zugleich erlebnisreich ist. Die Möglichkeit, spontan aufzubrechen, die Landschaft unmittelbar zu erleben und dennoch ein gewisses Maß an Komfort zu genießen, macht den Reiz dieser Reiseart aus. Hinzu kommt, dass sich Camping immer stärker ausdifferenziert: vom klassischen Zelturlaub bis hin zu luxuriösen Glamping-Angeboten. Parallel dazu hat die Digitalisierung auch im Campingmarkt Einzug gehalten. Planung, Vergleich und Buchung erfolgen längst nicht mehr nur über Telefon oder Katalog, sondern überwiegend online. Genau hier setzt PiNCAMP als digitales Angebot des ADAC an.

Camping im Wandel

Wer an Camping in früheren Jahrzehnten denkt, hat oft Bilder von Igluzelten, einfachen Kochern und spartanischen Waschhäusern im Kopf. Über die Jahre hat sich dieses Bild jedoch stark verändert. Heute stehen hochmoderne Wohnmobile, komfortable Caravans und bestens ausgestattete Campingplätze im Mittelpunkt. Selbst Luxusvarianten wie Glamping haben ihren Platz gefunden und machen die Urlaubsform für neue Zielgruppen attraktiv.

Doch nicht nur der Komfort hat sich gewandelt. Auch Nachhaltigkeit spielt eine zunehmende Rolle. Viele Campingplätze setzen auf ressourcenschonende Konzepte, sei es durch Solaranlagen, Abfallvermeidung oder umweltfreundliche Sanitärlösungen. Damit passt sich das Camping an gesellschaftliche Entwicklungen an, ohne den ursprünglichen Kern – die Nähe zur Natur – zu verlieren.

Eine weitere zentrale Veränderung betrifft die Art der Planung. Während früher Broschüren, Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis oder mühsame Telefonate die Regel waren, suchen Reisende heute gezielt online nach passenden Angeboten. Dabei zählen Verfügbarkeit, Bewertungen und digitale Services zu den entscheidenden Faktoren.

Digitale Lösungen im Campingmarkt

Die digitale Transformation hat auch die Campingbranche erreicht. Online-Plattformen, Apps und Vergleichsseiten erleichtern nicht nur die Suche, sondern auch die Buchung. Camper möchten heute genauso unkompliziert planen wie bei Hotels oder Ferienwohnungen – und zugleich spezifische Informationen zu Stellplätzen, Ausstattung und Lage erhalten.

Hier setzt PiNCAMP an. Als digitale Plattform des ADAC versteht sich das Startup als zentrale Anlaufstelle für Campinginteressierte. Nutzer finden dort nicht nur Stellplätze und Campingplätze, sondern auch Inspiration, Bewertungen und vor allem die Möglichkeit zur direkten Buchung. So wird der gesamte Prozess, von der ersten Idee bis zur Reservierung, abgedeckt.

Im Gespräch mit Christian Hellrung von PiNCAMP wird deutlich, welche Rolle digitale Lösungen heute schon spielen und welche Trends die Branche in den kommenden Jahren prägen werden.

Interview mit Christian Hellrung, PiNCAMP

Wie unterstützt PiNCAMP Camper:innen konkret bei der Suche nach freien Stellplätzen – gerade in der Hauptsaison?
Christian Hellrung, PiNCAMP: PiNCAMP unterstützt Camper bei der Suche nach freien Stellplätzen in der Hauptsaison durch seine umfassende Suchfunktion. Nutzer können auf der Website oder in der ADAC App gezielt nach Campingplätzen mit Verfügbarkeiten für ihren gewünschten Reisezeitraum suchen. Unsere Plattform ermöglicht es, direkt buchbare Plätze zu filtern, was die Suche nach Last-Minute-Möglichkeiten erheblich vereinfacht. So können Reisende auch in den stark frequentierten Sommerwochen noch freie Stellplätze finden und sich die Reservierung sichern.

Welche Rolle spielt der ADAC-Hintergrund für das Vertrauen und die Reichweite der Plattform?
Christian Hellrung, PiNCAMP: Als eine der führenden Marken in Deutschland spielte der ADAC eine zentrale Rolle beim Aufbau von PiNCAMP. Die Glaubwürdigkeit, die andere Plattformen erst gewinnen müssen, war durch die Zusammenarbeit von Anfang an vorhanden. Dank gezielter Kooperationen, wie Erwähnungen und Verlinkungen, profitieren sowohl PiNCAMP als auch der ADAC gegenseitig von unserer engen Zusammenarbeit.

Was unterscheidet PiNCAMP von klassischen Buchungsplattformen – insbesondere mit Blick auf Bedienbarkeit und Nutzerbedürfnisse?
Christian Hellrung, PiNCAMP: PiNCAMP unterscheidet sich von klassischen Buchungsplattformen durch seinen klaren Fokus auf Campingurlaub und die spezifischen Bedürfnisse von Campern. Die Plattform ist einfach zu handhaben und kombiniert die klassische Suche mit redaktionellen Inhalten, Bewertungen und Inspiration, wodurch Nutzer nicht nur buchen, sondern auch gezielt passende Campingplätze entdecken können.

Wie hat sich das Buchungsverhalten im Campingbereich in den letzten Jahren verändert?
Christian Hellrung, PiNCAMP: Das Buchungsverhalten im Campingbereich hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die hohe Nachfrage bei Stellplätzen und Unterkünften hat zu kontinuierlich wachsenden Übernachtungszahlen geführt. Zu beobachten ist eine Zunahme der Frühbuchungen, um sich rechtzeitig gefragte Standplätze auf den beliebten Campingplätzen sichern zu können. Die Digitalisierung im Bereich "Camping" hat an Bedeutung gewonnen, da immer mehr Camper ihre Stellplätze online buchen und sich so Planungssicherheit verschaffen.

Welche Campingregionen in Deutschland sind aktuell besonders gefragt – und woran liegt das?
Christian Hellrung, PiNCAMP: Besonders gefragt sind die Küstenregionen an der Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die Nordseeküste von Niedersachsen sowie sowie die bergigen Regionen wie der Schwarzwald und das Allgäu. Immer mehr Camper suchen den naturnahen und flexiblen Urlaub im eigenen Land, der sich durch eine landschaftliche Vielfalt, ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten und eine hohe Qualität bei den Campingplätzen auszeichnet.

Welche Funktionen der App werden am häufigsten genutzt – und welche neuen Features sind geplant?
Christian Hellrung, PiNCAMP: Die meistgenutzte Funktion der PiNCAMP-App ist die Kartensuche, da sie direkt beim Start der App verfügbar ist. Darauf folgen die Detailseiten der Camping- und Wohnmobilstellplätze, wobei Campingplätze etwa zwei Drittel der Aufrufe ausmachen. Zudem nutzen rund die Hälfte aller Nutzer Filter- und Textsuche, und etwa 30 % speichern Plätze in ihren Favoriten.

Wie verändert sich die Campingwelt durch digitale Lösungen – und welche Trends zeichnen sich für die nächsten Jahre ab?
Christian Hellrung, PiNCAMP: Die Campingwelt wird zunehmend durch digitale Lösungen wie Online-Buchungssysteme und Apps revolutioniert, die die Urlaubsplanung und -verwaltung für Camper und Betreiber gleichermaßen vereinfachen. Die wichtigsten Trends der kommenden Jahre sind die weitere Integration von smarten Technologien (z. B. IoT im Wohnmobil), eine stärkere Fokussierung auf Nachhaltigkeit (digitale Lösungen für Ressourcenmanagement) und die steigende Bedeutung von Workation, die Campingplätze zu flexiblen Arbeits- und Urlaubsorten macht.

Ein Blick auf die Zukunft des Campings

Die Antworten machen deutlich, dass die Digitalisierung im Camping keine Konkurrenz zur Naturverbundenheit darstellt, sondern vielmehr eine Unterstützung. Durch moderne Plattformen wird es möglich, spontane Reisen zu erleichtern, Auslastungsspitzen besser zu steuern und die passende Infrastruktur schnell zu finden. Gleichzeitig bleibt das zentrale Motiv – Freiheit, Nähe zur Natur und Flexibilität – erhalten.

Trends wie Workation deuten darauf hin, dass Campingplätze künftig nicht nur als Ferienorte, sondern auch als temporäre Arbeitsumgebungen genutzt werden. Mit der Integration smarter Technologien können Komfort und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Damit entwickelt sich Camping zunehmend zu einer Urlaubsform, die sowohl klassischen Erholungswünschen als auch modernen Arbeits- und Lebensweisen gerecht wird.

Die Nachfrage in Deutschland wird dabei voraussichtlich weiter steigen. Vielfältige Regionen, eine hohe Qualität der Plätze und der Wunsch nach umweltfreundlicheren Urlaubsformen sorgen für eine stabile Entwicklung. Digitale Plattformen wie PiNCAMP leisten einen Beitrag, diesen Trend übersichtlich und zugänglich zu gestalten.

Fazit

Camping hat sich von einer eher einfachen Reiseform zu einer modernen und vielfältigen Urlaubsart entwickelt. Die digitale Unterstützung macht Planung und Buchung komfortabler, ohne den Charakter des Campings zu verändern. Plattformen wie PiNCAMP tragen dazu bei, den Überblick zu behalten und auch in stark frequentierten Zeiten passende Stellplätze zu finden. Danke an Christian Hellrung von PiNCAMP für das Interview.

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