
Seit kurzem arbeitet in vielen WhatsApp-Chats die künstliche Intelligenz Meta AI im Hintergrund – und zwar auch in Gruppenchats. Aktiv wird die Funktion nur, wenn ein Teilnehmer „@Meta AI“ in den Chat schreibt. Alle anderen Nachrichten bleiben weiterhin Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Kritiker sehen dennoch ein Risiko: In Gruppen könne der Befehl leicht versehentlich ausgelöst werden.
Um diesem Problem zu begegnen, hat Meta im April den „Erweiterten Chat-Datenschutz“ eingeführt. Diese Einstellung gibt es sowohl in privaten Chats als auch in Gruppen. Ist sie aktiv, blockiert WhatsApp jede Anfrage an die KI – ohne dass Administratorrechte erforderlich sind. So lässt sich verhindern, dass Meta AI überhaupt ins Gespräch eingreifen kann.
Wer die Funktion nutzen möchte, öffnet einfach den gewünschten Chat, ruft die Einstellungen auf und schaltet den „Erweiterten Chat-Datenschutz“ ein. Ab diesem Moment kann niemand mehr in diesem Chat Meta AI mit „@Meta AI“ aktivieren. Gruppenmitglieder sehen bei der Aktivierung eine kurze Systemmeldung.
Der erweiterte Datenschutz hat zusätzliche Effekte: Bilder und Videos aus dem Chat werden nicht mehr automatisch in der Handy-Galerie gespeichert. Außerdem lässt sich der gesamte Gesprächsverlauf nicht mehr exportieren. Damit erhalten Nutzer mehr Kontrolle darüber, welche Daten WhatsApp verarbeiten darf – und welche nicht.