
Treppen rauf zum Schloss? Das ist in Wernigerode jetzt für viele Besucher kein Muss mehr. Zwei neue Fahrstühle sind ab sofort in Betrieb und machen den Besuch vor allem für Familien mit Kinderwagen sowie ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen einfacher.
Ein Aufzug befindet sich im Hausmannsturm und bringt Besucher während der regulären Öffnungszeiten barrierearm bis zur großen Freiterrasse. Ein zweiter Fahrstuhl ermöglicht den Zugang unter anderem zum Festsaal und zu den Räumen für Sonderausstellungen. Für die Nutzung dieses Aufzugs müssen sich Besucher derzeit noch anmelden.
Die neuen Fahrstühle sind Teil eines großen Umbaus. Das Wernigeröder Schloss soll generationsgerechter und für mehr Menschen zugänglich werden. Insgesamt werden dafür rund 14,2 Millionen Euro investiert.
Allein die beiden Fahrstühle kosten rund 2,8 Millionen Euro. Auch ein barrierefreies WC wurde eingerichtet. Außerdem gibt es am sogenannten Bäckerhof neue Behindertenparkplätze.
Das Schloss gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Harz. Mehr als 280.000 Menschen besuchen das Wahrzeichen jedes Jahr. Mit den neuen Angeboten soll der Schlossbesuch künftig für noch mehr Menschen möglich werden.
Ganz ohne Einschränkungen geht es allerdings noch nicht. Die Umbauarbeiten am Schloss sind weiterhin im Gang. Aktuell wird unter anderem die Schlossstraße saniert und ist deshalb gesperrt.
Der Umbau läuft bereits seit 2023. Die Arbeiten sollen das historische Schloss Schritt für Schritt moderner und zugleich besser zugänglich machen – ohne seinen Charakter zu verlieren.
Für Besucher heißt das: Der Weg nach oben ist inzwischen deutlich einfacher. Ganz fertig ist das Projekt aber noch nicht.