
Wenn es auf der Ostsee brenzlig wird, hilft bald Technik aus Sachsen-Anhalt. In der SET-Werft in Tangermünde im Landkreis Stendal wird ab diesem Jahr ein völlig neuer Kreuzer für die Seenotrettung gebaut. Den hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Auftrag gegeben. Einzelne Teile kommen auch aus dem Schwesternwerk in Genthin im Jerichower Land.
Das gut 26 Meter lange und 3.300 PS starke Spezialschiff bekommt einen Deltarumpf mit breitester Stelle am Heck und schlankem Wulstbug, damit es möglichst gut im Wasser liegt. Es verfügt über ein erstmals jetgetriebenes Tochterboot. Eine weitere Neuerung ist ein vollständig abgetrennter und auch getrennt zu betretender Behandlungsraum für Schiffbrüchige und Verletzte. Über mehrere Außenkameras liefern dem Kapitän ein ständiges virtuelles Gesamtbild aus der Vogelperspektive und sorgen für Übersicht.
In Tangermünde und Genthin wird zunächst der Prototyp gebaut, der ab 2028 auf der Nord- und Ostsee erprobt werden soll.