
Schlaglöcher, Geröll und Risse – eine Bürgerinitiative aus Stiege im Harz macht online aktuell grad ordentlich Lärm, um auf den Zustand der Straßen im Ort aufmerksam zu machen. Die maroden Straßen beeinflussen hier das Leben aller, sagte uns Felix Sprich von der Bürgerinitiative. „Wenn man hier abends zu Fuß läuft, knickt man um, die Kinder und die älteren Menschen fallen mit dem Fahrrad hin. Darum machen wir uns die Mühe und tragen Sachsen zusammen, um uns auf Social Media Gehör zu verschaffen.“
Der 33-Jährige spricht jetzt regelmäßig in die Handykamera und zeigt die Straßen im Ort. „Am Anfang war es ungewohnt. Aber es muss halt immer einen Esel geben, der den Karren zieht. Deswegen habe ich gesagt, ich mache das. Auch weil es mich extrem stört, wie es hier aktuell ist. Dann lebt man halt damit, dass man sich so der Öffentlichkeit preisgibt.“
Mit Erfolg. Das Engagement hat schon zu ersten Gesprächen geführt, etwa mit Ronald Fiebelkorn, dem Bürgermeister der Stadt Oberharz am Brocken. Er sagte uns, die Probleme in Stiege seien bekannt, aber man versuche aktuell, die Versäumnisse der letzten 30 Jahre aufzuholen. Es fehle schlicht das Geld. Außerdem sei die Stadt für für insgesamt fast 100 km kommunale Straßen zuständig. Trotzdem will sie helfen und hat eine Prioritätenliste angefordert. Die ersten Maßnahmen sollen im Haushalt für nächstes Jahr eingeplant werden – eine Besserung wäre aber nur peu á peu möglich. Das ist auch Felix klar: „Eine kurzfristige Lösung gibt es nicht. Ich denke, dass vielleicht an einer langfristigen Lösung gearbeitet wird. Ich weiß es allerdings nicht.“
Die Bürgerinitiative will daher weiter auf das Problem aufmerksam machen. Beide Seiten wünschen sich eine lösungsorientierte Kommunikation.