
Die Ziegen im Tiergarten in Stendal bekommen ein Platz-Upgrade. Der alte Stall ist marode und mit gerade mal 27 Quadratmetern auch ganz schön eng für sieben Ziegen und einen Bock. Deshalb wird der erweitert auf rund 90 Quadratmeter. Das ist nicht nur super für die Ziegen, sondern auch für die Pfleger, sagt Tiergartenleiterin Petra Staps:
„Momentan ist es wirklich sehr eng. So gefühlt ist für die Mitarbeiter: man geht rein und stößt sich direkt das Knie an der Schubkarre, weil kaum Platz zum Drehen und Wenden ist und zum Sachen unterstellen. Man braucht Heu, man braucht Stroh jeden Tag und so wird einfach mehr Platz geschaffen.“
Im neuen Stall wird es außerdem mobile Trennwände geben. So kann der Bereich je nach Bedarf umgebaut werden – zum Beispiel, wenn Nachwuchs ansteht. Und auch für die Besucher gibt's künftig mehr zu sehen: Die Glasbausteine werden durch richtige Fenster ersetzt. So können sie einen Blick auf frisch geborene Zicklein werfen, die anfangs noch nicht mit ins Streichelgehege dürfen.
Rund 74.000 Euro kostet der Umbau. Mehr als die Hälfte des Geldes kommt von Lotto Sachsen-Anhalt. Den symbolischen Scheck gab's stilecht am Futtersack überreicht – ganz zur Freude der Ziegen. Die wohnen während der Bauzeit in einem anderen Gehege, direkt neben dem Dammwild:
„Hier war jetzt das Gehege eh leer und wir haben sie jetzt einfach hier rüber genommen, um den Stress zu ersparen mit dem Krach und ewig ist da hin und her, dass die Tiere ihre Ruhe haben und nicht dem Stress immer ausgesetzt werden.“
Läuft alles nach Plan können die Ziegen schon Ende des Jahres ihr neues altes Quartier wieder beziehen.