Schülerinnen des Biologie-Leistungskurses vom Max-Plank-Gymnasium benutzen während eines Vortrags über die Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) ihr Smartphone im Unterricht.

SPD fordert Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche

Das kürzlich eingeführte australische Social-Media-Verbot für Jugendliche ruft Nachahmer rund um den Globus auf den Plan. Jetzt will auch die SPD in Deutschland strengere Regeln für die Jugend. 

Was genau fordert die SPD?

Die SPD fordert quasi eine stufenweise Einschränkung. Bis 14 Jahre soll es ein komplettes Social Media Verbot geben, von 14 bis 16 Jahre nur mit Erlaubnis und Verifikation durch die Eltern und dann auch nur jugendfreien Inhalten und weiteren Einschränkungen – zum Beispiel was die Scroll-Zeit angeht. Ab 18 kann dann jeder selbst entscheiden – aber auch hier sollen die Algorithmen abgeschwächt werden, damit die Nutzer wieder mehr selbst entscheiden, was sie sehen wollen.

Und wie soll das funktionieren?

Da macht es sich die SPD relativ leicht – die Anbieter sollen das kontrollieren, etwa über eine Altersverifikation.  bei Verstößen soll es Sanktionen geben.

Und wie wahrscheinlich ist so ein Verbot?

Also erstmal ist es ja nur eine Forderung – um die durchzusetzen, müsste erstmal das Gesetz geändert und auch die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Diese App, mit der die Eltern die Idenitität bestätigen, die kommt zum Beispiel erst nächstes Jahr auf den Markt. Und selbst wenn alle Voraussetzungen gegebene wären – es gibt schon ein geltendes EU-Gesetz zu den sozialen Plattformen und das hat eigentlich Vorrang. Darauf werden sich die Anbieter garantiert auch vor Gericht berufen. Das muss dann halt künftig vor Gericht geklärt werden, ob das Gesetz so gültig wäre. Frankreich wird’s wahrscheinlich vormachen – hier hat ein Gesetzesentwurf zu Social Media Einschränkungen schon die erste Hürde genommen.

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