
Der pinke Shopping Queen Bus war im Juni in Magdeburg unterwegs und Geeny war dabei. Sie durfte direkt am Montag shoppen und sich ein Outfit für das Motto "Fashion Week calling! Trage, was sich sonst keiner traut!" zusammensuchen. Sie war bei uns im Funkhaus und hat uns Fragen beantwortet, wie es ist, mit Kameras durch Magdeburg zu laufen, warum es doch stressiger ist als es aussieht und wie lang sie eigentlich vorher die Wohnung saubergemacht hat.

Warum hast du bei Shopping Queen mitgemacht?
Ich hab bei Shopping Queen mitgemacht, weil ich das seit der ersten Ausstrahlung kenne und verfolge und das immer ziemlich cool fand, das ganze Format. Also Guido, super lustig. Diese Mottos sind immer richtig cool gewesen, also dieses Gefühl einfach, ja, ein Teil von was ganz Großem zu sein. Jeder kennt diesen pinken Bus, für jeden ist das irgendwie ein Begriff, selbst wenn man es nicht guckt. Und Guido Maria Kretschmann ist, glaube ich, auch fast allen irgendwie ein Begriff und einfach so eine große Ehre, dass die nach Magdeburg jetzt das zweite Mal gekommen sind und dann dabei sein zu können und das hat mich so animiert, dass ich mitmachen möchte.
Wie läuft der Bewerbungsprozess?
Man kriegt einen Fragebogen, das ist erstmal ganz unverbindlich, den kriegt jeder, man muss den eintragen. Also alles, was man so in der Sendung aussieht, man kriegt Fragen gestellt, was eben der Style ist, wie man sich sonst kleidet, wie viel Platz man in der Wohnung hat und dann muss man das alles nochmal per Video einsenden. Also an sich egal, wie viele Videos, aber wirklich, welche Hobbys man hat, wie viele Zimmer, also alles, was man irgendwie benutzen kann, was fürs Fernsehen auch interessant ist. Ja, dass man wirklich einen guten Überblick über die Person bekommt und bei uns war das dann halt drei Katzen frisch zusammengezogen, noch nicht lange bekannt, das war also für die Shopping Queen Leute wahrscheinlich interessant.
Was hast du gedacht als die Zusage kam?
Ich war gerade auf Dienstreise, war auf einem riesen Event, hab keinen Empfang gehabt, hab kaum was verstanden. Und dann habe ich nur gesehen, diese Nummer ruft an. Ich wusste schon, wer das ist. Und sie hat schon ganz freudig dann am Telefon gesagt, ja, du bist dabei. Und dann mega, mega schön. Total große Ehre.
Wie ist es ganz Deutschland in deine Wohnung schauen zu lassen?
Ich finde das gar nicht seltsam tatsächlich, vielleicht, weil ich einfach ausgeblendet habe, wie viele Menschen das dann am Ende sehen werden. Also, mir war das recht egal. Ich hab darüber nicht nachgedacht. Ich glaube, man darf das auch nicht zu sehr zerdenken, wie viele Menschen das am Ende sehen. Weil ich mir immer so denke, die Leute können ja denken, was sie wollen. Für mich war einfach nur, hier ist meine Wohnung, guckt euch die an. Haben wir neu eingerichtet, sieht schön aus. Bin ganz stolz drauf. Ja, das war mein Gedanke. Gar nichts irgendwie in Richtung, das könnte jetzt jemand irgendwie verurteilen oder so.
Wie lang hast du vorher saubergemacht?
Eine Woche. Also ich hab eine Woche auch meine gesamte Kleidung gewaschen, weil ich so dachte, oh, das hat Schrankmuff. Dann hab ich das tatsächlich alles vorher nochmal gewaschen. Wir haben Gott sei Dank einen Trockner.
Wie war es, mit dem Kamerateam durch Magdeburg zu laufen?
Beim ersten Laden war das bei mir noch nicht so extrem, weil wir ja nicht direkt in der Innenstadt gewesen sind. Und dann hat der Bus in der Seitenstraße geparkt. Und dann kam aber nach und nach die Leute, das habe ich richtig draußen gesehen, dass sich dann auf einmal so eine Traube gebildet hat. Und spätestens ab dem Punkt, wo wir in die Innenstadt reingefahren sind, mit dem Kamerateam, ich hatte diese große Shoppingqueentasche, da sind dann Leute auf uns zugekommen und meinten auch, ja, ist das jetzt das echte Shopping Queen? Ja, wie sieht's denn aus? Ja, ich war komplett gestresst. Ich hatte Zeitdruck, Gelddruck und dann kommen die Leute an. Und ich hatte in diesem Moment so gar keinen Kopf für das um mich herum.
Wusstet ihr vorher von dem Motto?
Also, dass das Thema Fashion Week ist. Damit hat, glaube ich, keiner von uns gerechnet, weil warum in Magdeburg? Also, das war wirklich das, was uns am meisten genervt hat, war, warum hier? Also, wir haben hier wirklich keine krassen Läden, wo ihr jetzt extravagante Bill-Kaulitz-Outfits irgendwie findet. Nicht mal so Fetish-Wear oder so. In meinem Gedanken war ich direkt so, ja, vielleicht so Techno-Fetish-Party. Aber selbst das hab ich irgendwie nicht umsetzen können. Ich hab gedacht, es wird ein Sommermotto oder irgendwie so Indian Summer, ein bisschen Richtung Herbst, weil September-Ausstrahlung, ja, also so in die Richtung hab ich gedacht. Aber nee, es wurde Fashion Week.
Hattest du Zeit, dir ein Outfit zu überlegen?
Sagen wir mal, das ist der saure Apfel der Montagskandidatin. Es gibt keine Zeit zum Planen. Also wir haben dieses Motto gesehen und dann wird so ein bisschen noch was geschnitten, wird sich kurz unterhalten, ob ich jetzt eine grobe Idee im Kopf habe. Aber ich habe mir ja nicht innerhalb von zwei Minuten eine Idee im Kopf zusammengeschustert. Und dann ging es ab in den Bus. Ja, und das war meine Zeit zum Denken. Also es war dann am Ende ab in den Laden und inspirieren lassen von dem, was da ist. Also ich bin auch ganz froh, das war eh so oder so mein Plan, dass ich mich ein bisschen davon inspirieren lasse, was hängt. Weil wenn man sich zu doll einen Plan macht, dann kann das auch echt nach hinten losgehen, weil dann hat man am Ende nicht das, was man braucht und die Zeit wird knapper. Und die anderen Kandidaten hatten natürlich Zeit, sich Gedanken zu machen. Und die haben sich auch alle Gedanken gemacht.
Wie lief dein Shoppingtag?
Also es war wirklich Dreh nach Dreh, ich hab eigentlich überhaupt keine Pause zum Durchatmen gehabt. Und dann im Bus, dann mit der Baustellensituation, also Gott sei Dank sind wir zu dem Zeitpunkt noch durchgekommen in die Stadt. Also da ist der Fahrer erstmal falsch gefahren, dann hab ich den Fahrer von hinten angeschrien, dass er anders fahren muss. Und dann innerhalb der Läden bin ich fast wahnsinnig geworden. Weil man natürlich, das muss man auch bedenken, alles, was man ja anprobiert oder in die Hand nimmt, das sind alles, das ist Filmmaterial, das muss gefilmt werden. Und das ist eben, die Leute stellen sich das so vor, wenn ich shoppen gehe, das dauert doch nicht so lange, ich brauche ja nicht vier Stunden für ein Outfit. Nee, normale Shoppen nicht, aber filmen dauert länger.
Was geht einem durch den Kopf, auf dem Laufsteg?
Das Gefühl, als ich dann endlich fertig war und das präsentieren konnte, das war natürlich toll, das war auch sehr erleichternd, weil das Shoppen sehr, sehr anstrengend war. Und dann einfach, das war dann wie so eine Last, die weg war. Auch die Aufregung von den Wochen davor, weil man berät sich ja mental vor, man hat Angst, dass man irgendwie nichts findet. Und dann war das auch sehr, sehr stressig. Also wird man, wenn man die Folge sieht, auch bestimmt sehen, dass ich irgendwann darin verzweifelt bin, nichts zu finden. Und als ich dann da wirklich stand, ich so, okay, ich bin nicht nackt. Ich hab was an, ich bin da, ich hab ein Outfit gefunden, was ich auch so noch mal anziehen werde, da war ich auch super, super happy mit. Da war dann erst mal durchatmen und sich freuen angesagt.
Wie war es mit den anderen Kandidatinnen?
Das ist ja auch so typisch für Shopping Queen, das ist ja auch deren USP (Alleinstellungsmerkmal), dass die Menschen zusammentun, die sonst im echten Leben wahrscheinlich gar nichts miteinander zu tun hätten, also wirklich was von allem, jung, alt, unterschiedliche Interessen, auch vom Style und dadurch war es auch mal ganz spannend, in andere Welten reinzuschauen.
Schaust du die Show jetzt anders?
Ich habe jetzt eine andere Sicht auf die Show, wenn ich es gucke, weil ich früher immer dachte, was ist denn jetzt so schwer, in vier Stunden da irgendwie ein Outfit zusammenzustellen, aber mit dem Hintergrund wissen, dass es vielleicht ein Laden ist, den man nicht kennt, dass es vielleicht Größen sind, die man nicht kennt und dann noch dieses, jetzt muss ich das ja noch filmen, das war mir so gar nicht bewusst.