
Am Donnerstagabend wurde die Polizei über einen Unfall in der Geschwister-Scholl-Straße informiert. Ein Fahrzeug war dort innerhalb einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und kam an einer Hauswand zum Stehen. Der vermeintliche Fahrzeugführer wurde durch Zeugen beobachtet, wie er nach dem Unfall die Kennzeichen des Fahrzeuges demontierte und sich dann entfernen wollte.
Beim Eintreffen der Polizei wurde der 43-Jährige festgestellt und befragt. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellte sich dann heraus, dass die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen zu einem anderen Fahrzeug gehörten. Die Kennzeichen waren außerdem als gestohlen gemeldet. Das verunfallte Fahrzeug war demnach nicht pflichtversichert und der vermeintliche Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Zudem stand er augenscheinlich unter dem Einfluss von Alkohol. Ein freiwilliger Test erbrachte einen vorläufigen Wert von 2,72 Promille. Zu den Umständen dieses Ergebnisses wollte er sich nicht äußern.
Ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurde eingeleitet. Zudem muss er sich wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. Um die Bergung des Fahrzeuges wird sich der Mann im Nachgang selbständig kümmern. Der Fahrzeugschlüssel wurde vorerst zur Gefahrenabwehr sichergestellt. Nach Abschluss aller zur Beweissicherung erforderlichen Maßnahmen wurde der 43-Jährige wieder entlassen.