
Der SC Magdeburg ließ sich durch die Turbolenzen bei den Füchsen Berlin nicht beirren lassen und siegten beim Deutschen Meister deutlich mit 39:32 Toren.
Der beispiellose Doppel-Rauswurf von Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert in Berlin hatte in den Vorbereitungstagen für mächtig Kritik gesorgt. Kretzschmar sah sich daher vor dem Spiel veranlasst, die Berliner Fans dazu aufzurufen, geschlossen hinter der Mannschaft zu stehen.
Der deutsche Meister agierte phasenweise wie ein Absteiger, Trainer Nicolej Krickau erlebte eine Füchse-Premiere zum Vergessen.
Magdeburg dominierte nach Belieben, zeigte ein starkes Tempospiel und nutzte das schwache Rückzugsverhalten der Berliner aus. Im Tor der Gäste wuchs Sergey Hernández über sich hinaus und kam schon zur Pause auf neun Paraden. Die Gastgeber leisteten sich reihenweise Fehlwürfe und -pässe. Selbst Starspieler Mathias Gidsel, der nach intensiven Zweikämpfen oft am Boden lag, war schwach im Abschluss.
Die Horror-Woche für die Berliner fand nach Wiederanpfiff ihren Höhepunkt, als Magdeburg den Vorsprung zwischenzeitlich auf zwölf Tore vergrößerte. Von einem Duell zweier Topteams war nichts zu sehen. Magdeburg agierte auf einem völlig anderen Leistungsniveau.