Altmark-Klinikum gGmbH

Salzwedel: Altmark-Kliniken in finanzieller Schieflage

Liquidität gefährdet, aber keine Klinikschließungen geplant

Die Altmark-Klinikum gGmbH mit ihren Standorten Salzwedel und Gardelegen steckt in einer angespannten wirtschaftlichen Lage. Die Liquidität ist gefährdet – dennoch betont die Geschäftsführung, dass die medizinische Versorgung im Altmarkkreis gesichert bleibt. Schließungen sind nicht vorgesehen.

Die finanziellen Probleme sind komplex: steigende Personal-, Energie- und Sachkosten, sinkende Fallzahlen, eine unzureichende Refinanzierung sowie ein mangelhafter Inflationsausgleich belasten das Klinikum stark. Krankenhäuser dürfen ihre Preise nicht selbst an die Inflation anpassen, müssen aber mit den gleichen Kostensteigerungen wie andere Branchen leben.
Hinzu kommt der Wandel im Gesundheitssystem – immer mehr Behandlungen werden ambulant statt stationär durchgeführt, was zu weiteren Einnahmeverlusten führt.

Um die Liquidität kurzfristig zu sichern, wird derzeit mit der Gewerkschaft ver.di über einen Notlagentarifvertrag verhandelt. Dabei soll die Auszahlung des Weihnachtsgeldes auf April 2026 verschoben werden. Diese Maßnahme soll helfen, Arbeitsplätze und die medizinische Versorgung zu sichern.

Im Rahmen eines Strategieprozesses prüft die Salus Altmark Holding derzeit verschiedene Zukunftsmodelle – auch unkonventionelle Ansätze. Ziel ist es, neue, patientenorientierte Versorgungsstrukturen zu schaffen, wie sie in skandinavischen Ländern bereits erfolgreich funktionieren. Dabei sollen ambulante und stationäre Angebote besser verzahnt und die Effizienz im ländlichen Raum gesteigert werden.

Die Altmark-Kliniken stehen unter finanziellem Druck, kämpfen aber entschlossen um ihre Zukunft. Trotz angespannter Lage bleibt das Ziel klar: eine verlässliche, wohnortnahe und menschliche Gesundheitsversorgung in der Altmark.

 

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