AMEOS-Kliniken

Salzlandkreis: Wendung im Klinikstreit

Im Streit um den Verkauf der ehemaligen Salzlandkliniken erhebt der Klinikbetreiber Ameos eine Millionenforderung gegenüber dem früheren Eigentümer, dem Salzlandkreis. In einem Mahnbescheid des Amtsgerichts Aschersleben verlangt das Schweizer Unternehmen knapp 6 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Landkreises bestätigte.

Das Unternehmen bezeichnet die Forderung als «berechtigt» und verweist auf den zwischen Unternehmen und Salzlandkreis geschlossenen Vertrag, zu dem es aber eine Verschwiegenheitsklausel gebe. Medienberichten nach beruft sich Ameos auf einen im Kaufvertrag vereinbarten sogenannten Anpassungsbetrag. Demnach sollten Verluste der Kliniken aus dem Jahr 2011 den Kaufpreis mindern. Der Landkreis weist die Forderung in einer Stellungnahme als «haltlos» zurück. Ein entsprechender Betrag sei aber bereits beim Verkauf der Kliniken berücksichtigt worden, heißt es weiter. 

Hintergrund ist der andauernde Streit um den Verkauf der Kliniken im Jahr 2012. Bislang ging es dabei vor allem um Forderungen des Salzlandkreises gegenüber Ameos. Nach Angaben des Kreises summieren sich diese einschließlich Zinsen inzwischen auf mehr als sechs Millionen Euro. Die Ansprüche wurden laut Landkreis bereits in mehreren Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof bestätigt. Deshalb leitete der Kreis eine Zwangsvollstreckung gegen Ameos ein. Hintergrund ist eine bis heute nicht gezahlte zweite Kaufpreisrate.

Der Landkreis hat nun zwei Wochen Zeit, Widerspruch gegen die Forderung einzulegen. In diesem Fall bleibe Ameos dann nur der Klageweg, um die Forderung weiter durchzusetzen. Der Konzern betreibt in Sachsen-Anhalt mehrere Standorte, im Salzlandkreis etwa in Aschersleben, Bernburg und Schönebeck.

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