
Das Umweltministerium sucht neue Mitglieder für den Fachbeirat des "Grünen Bandes". Der ehemalige DDR-Grenzstreifen, auch Todesstreifen genannt, ist heute ein Ort voller Leben. In dem Biotop existieren viele teils bedrohte Tier- und Pflanzenarten auf rund 343 Kilometern entlang der Landesgrenze.
Der Fachbeirat unterstützt das Umweltministerium und die Staatskanzlei dabei, wie sich das Gebiet hinsichtlich Naturschutz und Erinnerungskultur entwickeln soll. Seit 2021 gibt es ihn, seine erste Amtszeit ist ende 2025 vorbei - deswegen werden jetzt Nachfolger gesucht.
Dazu sagt Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann: "Wir laden wieder Menschen ein, sich mit frischen Impulsen, fachlicher Expertise und großem Engagement für Erhalt und Weiterentwicklung des einstigen Todesstreifens einzusetzen. Dieses Gebiet ist ein bedeutendes Biotopverbundsystem und zugleich ein einzigartiges Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Mitmachen lohnt sich also doppelt."
Juristische Personen wie Vereine oder Körperschaften können bis zum 30. September jeweils ein Mitglied und eine Stellvertretung vorschlagen. Bevorzugt werden Betroffene, deren Grundstücke im Bereich des Naturmonuments liegen.
Der Beirat gibt Empfehlungen und fördert den Dialog zwischen Akteuren zu stärken und Projekte zu Naturschutz, Bildung, Tourismus und Erinnerungskultur. Die Mitgliedschaft im Fachbeirat ist ehrenamtlich. Fachliches Wissen ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Wichtiger ist Engagement. Die Sitzungen finden in der Regel einmal jährlich statt und werden durch Umweltministerium und Staatskanzlei berufen.