Ein Dachschild mit der Aufschrift Notarzt steht auf einem Einsatzwagen eines Notarztes.

Sachsen-Anhalt: Telenotärzte im Süden des Landes

Dem Ärztemangel auch im Rettungsdienst kreativ entgegenwirken – das versuchen Halle, der Saalekreis und Mansfeld Südharz seit Oktober mit einem Pilotprojekt.

Hier ist der Notarzt nicht bei allen Einsätzen mit vor Ort, sondern wird über einen Bildschirm zugeschaltet und berät die Rettungskräfte und Patienten – sagte uns Hartmut Stefani, der Ärztliche Leiter des Rettungsdiensts Merseburg-Querfurt:

"Bei Einsätzen, die wir mit dem Telenotarzt absolvieren, gibt es meistens unklare Krankheitsbilder und die Patienten wollen gar nicht vom Rettungsdienst transportiert werden. Da reicht eine einfache Schmerzmedikamentengabe, dass der Patient ohne Notarzt das nächste Krankenhaus erreicht. Und genau für diese eher niedrigintensiven Patientenfälle sind unsere Telenotärztinnen und Telenotärzte da."

Bei beispielsweise Herzinfarkten, Wiederbelebungen oder schweren Unfällen, fahren die Notärzte weiterhin mit raus.

In den letzten Monaten waren die Telenotärzte mehr als 520 Mal im Einsatz und haben sich dabei bewährt – das Innenministerium will das Projekt deswegen künftig auf ganz Sachsen-Anhalt ausweiten.

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