
Die von der Bundesregierung geplanten Entlastungen wegen hoher Energie- und Spritpreise stoßen in Sachsen-Anhalt auf ein geteiltes Echo. Während die Landesregierung die Maßnahmen begrüßt, kommen aus der Wirtschaft teils scharfe Einwände.
Die Steuersenkung sei ein überfälliger erster Schritt zur Entlastung der Wirtschaft, so der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, Andreas Dieckmann. Er kritisiert aber die kurze Laufzeit.
Die Begrenzung auf zwei Monate seien aus seiner Sicht unverständlich. Auch das Arbeitgeber in diesem Jahr bis zu 1000 Euro steuerfrei an ihre Beschäftigten auszahlen können, stößt im Handwerk auf Ablehnung. Viele Betriebe dürften kaum in der Lage sein, die Zahlung zu leisten, meint Dieckmann.
Auch der Arbeitgeberpräsident Marco Langhof kritisiert die Pläne: Die kurzfristigen Maßnahmen könnten zwar in der akuten Krise etwas helfen, reichten aber nicht aus, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken.