Von unten nach oben fotografiert: Eine Polizistin steht neben einem Polizeifahrzeug.

Sachsen-Anhalt: Polizei testet neue App

Weniger Schreibarbeit und mehr Zeit für den Einsatz: Die Polizei Sachsen-Anhalt testet ab sofort eine neue App. In der Polizeiinspektion Stendal wird „Artus mobile“ zunächst neun Wochen lang unter echten Bedingungen eingesetzt.

Mit der Anwendung können Polizistinnen und Polizisten Informationen direkt vor Ort digital erfassen. Dazu gehören beispielsweise Personendaten, Dokumente und Bilder. Auch Führerscheine und Ausweise können mit dem Smartphone eingescannt werden. Bereits angelegte Vorgänge lassen sich ebenfalls direkt unterwegs ergänzen.

Damit soll vor allem eine bisher notwendige Arbeit wegfallen: die spätere Übertragung von handschriftlichen Notizen auf der Dienststelle. Das spart Zeit und soll gleichzeitig Fehler bei der Datenerfassung und Übertragung reduzieren.

Die Polizei verspricht sich von der neuen Anwendung schnellere Abläufe und eine Entlastung der Einsatzkräfte. Wichtige Informationen sollen außerdem schneller verfügbar sein.

„Artus mobile“ ergänzt das bereits seit 2024 eingesetzte zentrale Vorgangsbearbeitungssystem „Artus“. Die App wird in die bestehende IT-Infrastruktur der Landespolizei integriert und auf den dienstlichen Smartphones der Einsatzkräfte bereitgestellt.

Nach Angaben der Polizei verfügt die Landespolizei Sachsen-Anhalt inzwischen über mehr als 6.300 Smartphones. Nach der neunwöchigen Testphase soll die Anwendung weiter optimiert werden. Die landesweite Einführung von „Artus mobile“ ist noch für 2026 geplant.

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