Häusliche Gewalt

Sachsen-Anhalt: Mehr Kliniken für vertrauliche Spurensicherung

Menschen, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, fällt es oft schwer Anzeige zu erstatten. Damit wichtige Beweise nicht verloren gehen, können sie die Spuren in Krankenhäusern vertraulich sichern lassen, ohne dass sofort die Polizei hinzugezogen wird. In Sachsen-Anhalt entsteht dafür nun ein landesweites Netz aus Kliniken. Schon bei Spuren von hartem Zugreifen können Opfer die vertraulichen Spurensicherung in Anspruch nehmen - nicht erst bei einem blauen Auge oder Wunden, so die Projektleiterin, Carolin Richter. 30 Jahre lang werden diese Spuren aufbewahrt und sind im Falle einer Anzeige auch vor Gericht zugelassen. Bisher war die vertrauliche Spurensicherung nur in den Unikliniken in Magdeburg und Halle möglich. Jetzt gibt es auch in den Krankenhäusern in Stendal, Merseburg und Weißenfels geschultes Personal. Dessau, Gardelegen, Wittenberg, Quedlinburg und Wernigerode sollen folgen. 

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