Sachsen-Anhalt: Medizinstudium auch ohne Top-Abi

Es ist ein Baustein im Kampf gegen den Ärztemangel: Junge Menschen, die später auf dem Land praktizieren wollen, können auch ohne Top-Abi einen Studienplatz bekommen. Aktuell sind wieder Bewerbungen möglich für das Wintersemester 2026/27. Beim Auswahlverfahren zählen hauptsächlich berufliche Vorerfahrungen im medizinischen Bereich und das Ergebnis eines spezifischen Eignungstests sowie mit zehn Prozent die Abiturnote. 

7,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Medizinstudienplätze - das sind voraussichtlich 32 Studienplätze - sind für die Landarztquote vorgesehen, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. Weitere 1,5 Prozent beziehungsweise voraussichtlich fünf Studienplätze sind für künftige Amtsärzte vorgesehen. Auch in den Gesundheitsämtern fehlen Mediziner.

Über die Landarztquote sind in Sachsen-Anhalt bislang mehr als 130 zukünftige Medizinerinnen und Mediziner für die ländlichen Regionen gewonnen worden. "Unser Bundesland ist Vorreiter mit diesem Modell der Studienplatzvergabe," so Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). 

 


 

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