
In Sachsen-Anhalt werden immer weniger Kinder geboren. Das macht sich auch in den Kitas hierzulande bemerkbar. Was die Landesregierung nun plant:
Angesichts sinkender Kinderzahlen stellen sich Kita-Träger in Sachsen-Anhalt auf einen Umbruch ein. An manchen Orten werden Erzieherinnen versetzt oder müssen ihre Stunden reduzieren, teilweise wird über die Schließung von Einrichtungen debattiert.
Hintergrund ist die demografische Entwicklung. 2024 wurden in Sachsen-Anhalt laut dem Statistischen Landesamt 12.526 Kinder geboren, das bedeutete einen neuen Tiefstand. Im Jahr 2016 gab es im Vergleich noch mehr als 18.000 Neugeborene.
Damit es nicht zu Entlassungen von Erziehern kommt, fordern einige Politiker und Verbände eine Verbesserung des Personalschlüssels - die Fachkräfte sollen sich also um weniger Kinder kümmern. Damit könnte die Qualität der Betreuung gesteigert werden, dies würde das Land jedoch auch deutlich mehr Geld kosten.
Den Personalschlüssel flächendeckend anzuheben ist jedoch für Sozialministerin Petra Grimm-Benne keine Lösung. Weil Kitas Aufgabe der Kommunen sind, würden die Kosten an ihnen hängen bleiben. Stattdessen will das Land 187 zusätzliche Erzieher-Stellen über Bundesmittel finanzieren.
Die könnten dort im Land eingesetzt werden, wo Bedarf besteht und somit Kommunen und Kollegen entlasten. Damit soll ebenfalls verhindert werden, dass gut ausgebildete Fachkräfte in andere Teile Deutschlands abwandern.