
Im Sülzetal laufen die Planungen für einen Hightech-Park schon. Nach der Intel-Absage will das Land dafür auch die Fläche für die ehemals geplante Giga-Chipfabrik bei Magdeburg nutzen. Das Land verhandelt aktuell gleich mit zwei Parteien über die Fläche am Eulenberg. Zum einen mit Intel, denn dem Chip-Hersteller gehört das Grundstück noch. Aber auch Magdeburg hat ein Mitspracherecht. Die Stadt hat das Vorkaufsrecht, verzichtet für bestimmte Gegenleistungen aber sicherlich darauf. Finanzminister Richter geht davon aus, dass der Deal in den nächsten 3 Monaten steht. Ähnlich positiv blickt er auf die Verhandlungen zwischen dem Bund und dem Dresdner Chiphersteller FMC. Gibt es Fördermittel, will sich das Unternehmen im geplanten Hightech-Park ansiedeln.
Dafür ist aber vor allem eine bessere Infrastruktur nötig. Zum Beispiel braucht es langfristig ein neues Wasserwerk, damit Firmen genug Wasser haben. Auch Stromnetze und Energieversorgung müssen ausgebaut werden. Anfangs will das Land auf Zwischenlösungen setzen, so dass sich möglichst bald bis zu 3 Firmen ansiedeln können. Wichtig ist auch das Thema Fachkräfte. Denn viele Technik-Firmen brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter. Deshalb will das Land Ausbildung, Studium und Weiterbildung in technischen Berufen stärken. Auch internationale Fachkräfte sollen in die Region kommen.