Der Große Puppenräuber ist ein natürlicher Feind des Eichenprozessionsspinners.

Natürlicher Feind des Eichprozessionsspinners zurück!

Der Eichenprozessionsspinner macht Sachsen-Anhalt seit Jahren zu schaffen. Besonders in der Altmark und im Osten des Landes fühlt er sich so wohl, dass immer wieder Wege, Spielplätze oder Parks gesperrt werden müssen. Umso erfreulicher ist jetzt der Fund seines natürlichen Gegenspielers: Wissenschaftler der Hochschule Anhalt haben den Großen Puppenräuber wiederentdeckt. 

Der Name lässt es schon vermuten – der Große Puppenräuber frisst die Puppen des Eichenprozessionsspinners aber auch die Raupen selbst. In Sachsen-Anhalt galt er seit über 60 Jahren als verschwunden. Die Wissenschaftler vermuten, dass er wegen des großen Nahrungsangebots aus Brandenburg wieder eingewandert ist. Denn als guter Flieger legt er für Futter auch schon mal größere Strecken zurück. An gleich zwei Orten wurde der Große Puppenräuber in Sachsen-Anhalt gefunden: im Drömling in der Altmark und bei Dessau-Roßlau – genau in den Gebieten, die besonders stark vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. 

Ganz allein nicht wird er aber nicht gegen die Raupen ankommen. Dafür gibt es inzwischen einfach zu viele Eichenprozessionsspinner. Aber der Käfer ist ein wichtiger Helfer der Natur. 

Wissenschaftler untersuchen schon seit einigen Jahren, wie natürliche Feinde besser geschützt und gefördert werden können, um damit der Natur zu helfen, wieder selbst ein besseres Gleichgewicht zu halten. Dazu gehören zum Beispiel auch Vögel, die die Raupen fressen, aber eben auch der Große Puppenräuber, der sich hoffentlich nun wieder dauerhaft in Sachsen-Anhalt ansiedelt.

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