Wohnblock in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Demografiewandel beeinflusst Wohnungsmarkt

In Sachsen-Anhalt macht sich der Demografiewandel deutlich bemerkbar: Immer weniger Kinder und eine zunehmend ältere Bevölkerung verändern spürbar den Wohnungsmarkt. Bei der Vorstellung des Wohnungs- und Mietmarktberichts des Landes erklärte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens, dass der Markt zwar insgesamt stabil bleibe, jedoch vor großen Anpassungen stehe. „Wobei wir aufgrund des demografischen Wandels Veränderungen im Angebot sehen müsse, was das Thema Barrierefreiheit anbelangt. Und wir werden natürlich auch Bautätigkeit sehen, was das Thema Energieeffizienz anbelangt. Das werden schon einige Veränderungen sein.“, so Hüskens. Der Bericht zeigt klar: In den kommenden 15 Jahren könnten Sachsen-Anhalt bis zu 154.000 Haushalte verloren gehen. Gleichzeitig brauche das Land künftig vor allem kleine, barrierearme Wohnungen für ältere Menschen, familiengerechte Wohnungen in den Städten sowie bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen.

Die Auswirkungen sind regional sehr unterschiedlich. Während Städte wie Magdeburg, Halle oder Dessau ihre Einwohnerzahlen voraussichtlich halten können oder nur geringe Rückgänge erwarten, trifft es viele ländliche Regionen deutlich härter. Besonders im Burgenlandkreis oder im Landkreis Mansfeld-Südharz rechnen einige Gemeinden mit Bevölkerungsverlusten von bis zu 20 Prozent. Für Infrastrukturministerin Hüskens ist deshalb klar: In manchen Regionen werde man künftig auch über den Rückbau oder Abriss von Wohnungen sprechen müssen.

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