Eine übervolle Biotonne neben der ein Müllwerker steht. Der Deckel der Tonne ist halb offen, man sieht, dass eine Plastiktüte mit einem Fladenbrot oben auf liegt.

Sachsen-Anhalt: Biotonnen-Kontrollen

Was in der Biotonne landet, wird zu Kompost verarbeitet. Die EU hat deshalb die Grenzwerte für Plaste und Glas in den Biotonnen nochmal verschärft. Seit Mai gilt eine neue EU-Verordnung für Biotonnen - seit Mai wird daher auch in Sachsen-Anhalt stärker kontrolliert. Nur noch ein Prozent sogenannter Fremdstoffe, wie beispielsweise Glas, darf rein. Entdecken die Mülllwerker beispielsweise Plastetüten, bleibt die Tonne stehen und bekommt einen Aufkleber – der Besitzer muss nachsortieren. 

In Mansfeld-Südharz, der Börde und im Jerichower Land hat das schon gefruchtet, hieß es auf Nachfrage. Halle, Dessau-Roßlau und der Burgenlandkreis kontrollieren ihre Biotonnen schon deutlich länger. Seit Mai gibt es daher kaum Veränderungen. Anders im Kreis Wittenberg: hier zahlen einige Bürger lieber extra. Die Biotonne wird dann als Restmüll abgeholt.

Absoluter Überflieger in Sachen Biotonnen-Kontrollen ist der Burgenlandkreis. Schon seit 2017 sind die Müllautos dort mit speziellen Sensoren ausgestattet. Erkennen diese Plaste oder Glas, bleibt die Tonne stehen – das passiert aber nur noch sehr selten. 

Der Kreis Anhalt-Bitterfeld hat darüber auch schon nachgedacht, allerdings ist das bisher zu teuer. Pro Fahrzeug würde es 30.000 Euro kosten, sagte uns ein Sprecher. Die Müllwerker sollen die Tonnen aber nur oberflächlich kontrollieren, damit sie beispielsweise keine Schimmelpilze einatmen. Komplett außen vor ist der Landkreis Harz, hier finden gar keine Kontrollen statt. 

 

 

 

 

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