Luftbild der Flächen für den geplanten Industrie- und Energiepark Morgenrot bei Quedlinburg

Quedlinburg: Grünes Licht für neues Industriegebiet

Für Quedlinburg ist der Weg für ein großes Industrieprojekt ein Stück weiter frei. Die regionale Planungsgemeinschaft Harz hat am Dienstag, 11. August, dem sogenannten Zielabweichungsverfahren für das „Zukunftsprojekt Morgenrot“ einstimmig zugestimmt.

Geplant ist ein Industriegebiet mit mehr als 100 Hektar Fläche. Außerdem soll ein Energiepark mit Anlagen für erneuerbare Energien entstehen. Diese sollen das Industriegebiet direkt mit Energie versorgen.

Hinter dem Projekt steht die Idee, neue Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze in die Region zu holen. Der neue Landesentwicklungsplan 2026 sieht Quedlinburg als wichtigen Industriestandort vor und gibt der Region den Auftrag, entsprechende Flächen auszuweisen.

Kritik wegen des Welterbes

Das Projekt ist allerdings nicht unumstritten. Denkmalschutzbehörden und ICOMOS Deutschland haben Bedenken wegen möglicher Auswirkungen auf das Quedlinburger Welterbe geäußert.

Landrat Thomas Balcerowski kritisiert diese Haltung. Er warnt davor, dass ein Stopp des Industrieprojekts die wirtschaftliche Entwicklung Quedlinburgs bremsen könnte.

Trotz der Zustimmung müssen die Bedenken zum Welterbe berücksichtigt werden. Die Planungsgemeinschaft hat Quedlinburg deshalb aufgefordert, die Empfehlungen aus der Welterbe-Verträglichkeitsprüfung umzusetzen und Maßnahmen zum Schutz des Welterbes vorzusehen.

Industrie und Welterbe sollen zusammenpassen

Für die Verantwortlichen in der Harzregion gibt es dabei kein Entweder-oder. Das historische Quedlinburg und eine moderne wirtschaftliche Entwicklung sollen miteinander verbunden werden.

Mit der einstimmigen Entscheidung ist nun ein weiterer Schritt für das „Zukunftsprojekt Morgenrot“ gemacht. Bis tatsächlich Industrie und Energieanlagen entstehen können, sind allerdings noch weitere Planungs- und Prüfverfahren notwendig.

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