Arsenbehälter

Osterwieck: Polizei sucht nach Chemiegroßeinsatz weiter nach Tätern

Nach dem Chemie-Großeinsatz in Osterwieck sucht die Polizei noch immer nach den Tätern.

Sie sollen von einem Firmengelände mehrere Behälter Arsentrichlorid gestohlen haben – eine hochgiftige Substanz, die etwa in der Metallindustrie zum Einsatz kommt.

Wer einen verdächtigen Gegenstand findet, soll den Notruf wählen.

Während ihres Diebstahl verteilten die Diebe Arsen an mehreren Orten – und haben damit einen Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Neun Fundorte sind nach Angaben des Landkreises inzwischen gesichert. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden insgesamt zwei Liter Arsentrichlorid und nach neusten Erkenntnissen auch drei Kilogramm hochreines Arsengranulat durch bisher unbekannte Täter entwendet.

Die Polizei ermittelt jetzt in alle Richtungen und bittet die Bevölkerung um Hinweise - die nimmt sie entgegen unter: 0391 546 1687  oder in jeder anderen Polizeidienststelle, alternativ online per E-Revier. Die geschädigte Firma entlohnt Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder zur Rückführung des Diebesgutes führen, mit 5.000 Euro.

Zudem weist die Polizei darauf hin, dass es sich bei den Stoffen um hochgiftige Gefahrstoffe handelt, von denen bereits bei geringster Menge eine akute Lebensgefahr ausgeht. Der Kontakt mit der Haut, das Einatmen oder Verschlucken selbst kleinster Partikel kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. 

Etwa 200 Einsatzkräfte  waren gestern vor Ort. Der Einsatz wurde von einem ABC-Team vom Landkreis Harz und dem Umweltamt unterstützt. Zudem wurden ein mobiles Labor vom IBK Heyrothsberge und eine Drohne zur weiteren Lageeinschätzung angefordert, heißt es vom Landkreis.

 

Arsenbehälter
Arsenbehälter
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