
Nach einer Bombendrohung konnte das Münchner Oktoberfest am Mittwochabend wieder öffnen. Die Polizei hatte das Gelände zuvor mit Spürhunden durchsucht. Hintergrund war ein Familiendrama im Münchner Norden: Ein 57-Jähriger hatte offenbar wegen Streitigkeiten um die Vaterschaft seiner Tochter ein Wohnhaus in Brand gesetzt und Sprengfallen deponiert.
Der Mann, der später tot am Lerchenauer See gefunden wurde, hatte in einem Brief ein „bombiges Erlebnis auf der Wiesn“ angekündigt. Laut Polizei nahm er sich nach einer Verfolgung selbst das Leben. Im Haus des Verdächtigen starb eine weitere Person, vermutlich sein 90-jähriger Vater. Zwei Angehörige – seine Tochter und seine Mutter – wurden schwer verletzt.
Mehr als 500 Polizisten und rund 30 Spürhunde waren im Einsatz. Die Behörden stellten klar, dass es keine Hinweise auf politische Motive oder weitere Gefahren gibt. Das Fest läuft inzwischen wieder – doch das Entsetzen über die Tragödie bleibt.