
In Mansfeld hat das Veterinäramt gestern gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr mehr als 100 Hunde aus völlig unhaltbaren Zuständen befreit. Auf einem völlig vermüllten Privatgrundstück lebte eine Frau mit rund 130 Tieren – in einem viel zu kleinen Haus und unter Bedingungen, die der Landkreis Mansfeld-Südharz als „drastisch“ bezeichnet. Viele der Hunde waren in einem besorgniserregenden Zustand, Inzucht kann nicht ausgeschlossen werden.
Der Einsatz begann nach einem Hinweis am Vormittag und dauerte bis tief in die Nacht, da einige Tiere aggressiv reagierten. Die Hunde wurden auf mehrere Tierheime verteilt. Der Landkreis prüft nun eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Der Deutsche Tierschutzbund warnt seit Jahren vor zunehmenden Fällen von sogenanntem Animal Hoarding – also dem zwanghaften Ansammeln von Tieren. Ob es sich in diesem Fall darum handelt, wird noch geprüft.