Prozess

Magdeburg: Todesfahrer fiel früher auf

Nach der Todesfahrt in Magdeburg gesteht der Aufsichtsratschef von Salus, dass sein Unternehmen Fehler im Umgang mit dem späteren Täter gemacht hat. Im Untersuchungsausschuss wird jetzt deutlich, dass frühzeitige Warnungen ignoriert wurden. Wolfgang Beck, der Chef von Salus, sagt, dass schon beim Einstellungsprozess vieles schief lief. Die Personalakte hatte Lücken und Kollegen zweifelten an seinen Fähigkeiten. Ein Kollege warnte die Vorgesetzten per E-Mail, nachdem der Arzt im Dienstzimmer von einem wirklichen Krieg sprach, dessen Ausgang nur sterben sein kann. Auch auf Social Media fiel er auf: Er kritisierte andere Muslime und griff politische Aktivisten an. Gleichzeitig half er Menschen, die Saudi-Arabien verlassen wollten. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des Landtags hat inzwischen über 140 Zeugen angehört und wird die letzten in den nächsten Wochen befragen.

 

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