Gesperrte Hubbrücke in Magdeburg

Magdeburg: Streit um die Hubbrücke

Nach maroden, abgerissenen Brücken und Behelfsbrücken gibt es jetzt Streit um die nächste Brücke – und zwar die beliebte Hubbrücke. Am Freitag, 22. August, war die Brücke plötzlich gesperrt. Zäune versperren seitdem die Eingänge. 

Schuld ist ein Streit zwischen der Stadt und dem Eigentümer Rolf Onnen. Der hatte die Hubbrücke 2010 zu einem Grundstückskauf dazubekommen. Weil die Unterhaltungskosten aber jährlich steigen, fordert er Unterstützung von der Stadt. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat für ihn jetzt aber das Verbot der traditionellen Whiteparty. Das Verbot hatte das Schifffahrtsamt ausgesprochen, weil es bei 500 Menschen auf der Brücke Sicherheitsbedenken hatte. Onnen hat die Brücke daraufhin kurzfrstig gesperrt – und die Auflagen als lächerlich kritisiert – früher seien hier mehrere hundert Tonnen schwere Züge drüber gefahren.

Was sagt die Stadt Magdeburg zur Forderung Onnens nach Unterstützung?

Die sagt, dass Rolf Onnen jederzeit einen Förderantrag stellen könnte, das aber bis heute nicht passiert sei, obwohl die Stadt ihn schon vor Monaten über seine Möglichkeiten informiert hätte. Die Stadt sei einfach nicht dafür verantwortlich, private Bauwerke instandzuhalten. Die Hubbrücke sei außerdem nie Eigentum der Stadt gewesen – sondern der Deutschen Bahn.

Fußgänger müssen wahrscheinlich erstmal damit leben, den Umweg über die Sternbrücke zu nehmen, solange Stadt und Eigentümer nicht zueinander finden, will  Rolf Onnen die Zäune zu lassen. Uns er will drüber nachdenken, ob er überhaupt Eigentümer bleiben will.

Gesperrte Hubbrücke in Magdeburg
Gesperrte Hubbrücke in Magdeburg
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