
Nach den schweren Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden beginnt heute der Prozess gegen einen mutmaßlichen Täter. Der 29-Jährige aus Aschersleben muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, bei den Angriffen auf Polizisten während der Halbzeitpause eine führende Rolle gespielt zu haben. Er soll einen rund 15 Kilogramm schweren Pflasterstein mit voller Kraft in Richtung der Einsatzkräfte geworfen haben.
Bei den Ausschreitungen im Januar wurden mehr als 70 Polizisten verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht von niedrigen Beweggründen aus und sieht den Steinwurf als gezielten Angriff auf die Beamten.
Für den Angeklagten könnte der Prozess mit einer Haftstrafe enden. Das Gericht muss nun klären, welche Rolle er bei den Ausschreitungen tatsächlich gespielt hat und ob sich die Vorwürfe bestätigen.