
Heute beginnt in Magdeburg der Prozess um den verheerenden Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Im vergangenen Jahr war der aus Saudi-Arabien stammende Taleb A. mit einem Auto in die Menge gerast – sechs Menschen starben, über 300 wurden verletzt.
Das Landgericht rechnet mit einem riesigen öffentlichen Interesse. Schon ab 6:30 Uhr morgens, also drei Stunden vor Prozessbeginn, dürfen Zuschauer und Journalisten das Gerichtsgebäude betreten – allerdings nur nach intensiven Sicherheitskontrollen. Der Tag steht unter höchster Sicherheitsstufe. Um den vielen Nebenklägern, ihren Anwälten und den Medien ausreichend Platz zu bieten, wurde eigens ein Interims-Gerichtsgebäude errichtet – ein Mammutprojekt mit 700 Sitzplätzen. Allein der Verhandlungssaal misst beeindruckende 65 Meter in der Länge und 30 Meter in der Breite.
Bis zum 12. März 2026 sind fast 50 Verhandlungstage angesetzt. Erwartet werden zahlreiche Zeugenaussagen, Gutachten und emotionale Momente, wenn Überlebende und Angehörige zu Wort kommen.
Dieser Prozess soll nicht nur klären, was am Tag des Anschlags genau geschah – sondern auch, wie es überhaupt so weit kommen konnte.