Der neue Sarg

Magdeburg: Otto der Große liegt wieder im Dom

Otto der Große ist zurück an seinem Platz im Magdeburger Dom. Nach der Sanierung seiner Grabstätte wurden seine Gebeine feierlich wiederbeigesetzt. Für die Besucher gab es dabei einen besonderen Blick ins Grab – und für die Forschung jede Menge neue Erkenntnisse.

Seine Grabstätte musste aufwendig saniert werden, deshalb waren seine Gebeine vorübergehend ausgelagert worden.

Feierliche Rückkehr für den Kaiser

Nach einem Gottesdienst und einem Festakt wurde der neue Titansarg mit Ottos Gebeinen über einen roten Teppich getragen. Anschließend wurde der Sarg vorsichtig in den Steinsarkophag abgesenkt.

Der alte Holzsarg war stark beschädigt. Deshalb bekam Otto einen neuen Sarg – gefertigt aus Titan, Silber und Gold.

Danach blieb das Grab noch für Besucher geöffnet. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, einen Blick in den Sarkophag zu werfen. Teilweise bildeten sich lange Schlangen vor dem Grab. Später soll wieder die bekannte Marmorplatte auf den Sarkophag gelegt werden.

Otto war kräftig und viel zu Pferd unterwegs

Die Sanierung war aber nicht nur für das Grab wichtig, sondern auch für die Forschung. Ein Gentest konnte bestätigen: Bei den Gebeinen handelt es sich tatsächlich um Otto den Großen.

Und die Knochen verraten einiges über den Kaiser. Otto war ein großer und kräftiger Mann und offenbar viel zu Pferd unterwegs. Auch mit 61 Jahren war er noch in guter körperlicher Verfassung. Ein bisschen Arthrose hatte er allerdings schon.

Auch seine Zähne erzählen eine Geschichte: Drei fehlten ihm, außerdem hatte Otto Karies.

So könnte Otto ausgesehen haben

Die Forschung ist damit noch nicht abgeschlossen. Wissenschaftler wollen unter anderem herausfinden, welche Haut-, Haar- und Augenfarbe Otto hatte. Auch sein Gesicht soll rekonstruiert werden.

Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Woran genau ist Otto der Große gestorben? Das wollen die Forscher ebenfalls noch herausfinden.

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